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„Aus lauter Andacht. Ich malte mir im Geiste die Ueber-rasctznng des Heiden, wenn er finden würde, daß wir keine Lita-neien sängen. Wir gaben ihm nnr eine bis zwei Lagen, als errief: Alla habe ihn prädestinirt, sich zu ergeben. Das war einköstlicher Augenblick, als ich beim Winde an seine Seite anfstach.Ich glaube, der Muselmann dachte nicht anders, als das ganzeheilige Conclave sei flott, und das Verderben Mnhameds undseiner Kinder hereingebrochen. Ich muß bekennen, daß ich ihmdie friedlichen Schlüssel absichtlich gezeigt hatte, um ihn zu locken.Der Narr mochte glauben, sie dienten nur dazu, der Christenheitden Himmel zu öffnen."
„Als er aber seinen Jrrthum einsah und eingestand, ließetIhr ihn laufen?"
„Mit meinem Segen. Wir tauschten einige Artikel um, derenwir gegenseitig benöthigt waren, und dann setzte Jeder seinen Wegfort. Ich verließ ihn, seine Pfeife schmauchend, bei schwerem Wet-ter, seine Vorstange seitwärts liegend, seinen Besahn-Mast unterder Gilling, mit sechs bis sieben Löchern im Bauch, welche geradeso viel Wasser einließcn, als die Pumpe heransschaffen konnte. Ihrseht, daß er sich auf gutem Wege befand, zu seinem himmlischenErbe zu gelangen. Aber der Himmel wollte es so, er war präde-stinirt, und somit hatte er alle Ursache, zufrieden zu sein!"
„Ihr habt aber mehrere Flaggen übersprungen? welche sind's?Sie scheinen reich und mannigfaltig."
„Hier diese ist England, aristokratisch wie das Land, welchessie vorstellt, in Parteien getheilt, und guten Theils mit Humorund Laune gezeichnet. Die Flagge hat Raum genug, alle Ständeund Klassen zu enthalten, und so sollte es auch sein; sind nichtalle Menschen vom selben Fleisch und Bein? Sollten nicht alleBewohner Eines Reichs mit den nämlichen Farben und Sinnbil-dern segeln? — Hier ist Mylord Groß-Admirals-Flagge, einSamt Georg, mit den rothen und blauen Streifen, je nachdem
Der rothe Seeräuber. 7