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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Wer ist der Narr, der auf das Schiff hier lostreibt?" mur-melte der Fragende.Hervor mit dem Tölpel! Lasst sehen, obder Kerl im Staude ist, eine vernünftige Antwort zu geben."

Halt!" rief eine Stimme in ruhigem aber befehlendem Tonevom äußersten Ende des Schiffes.Alles ist, wie es sein soll;lass' sie näher kommen."

Der Mann im Bug hieß sie näher kommen, und die Unterre-dung hatte ein Ende. Erst jetzt fand Wilder Zeit zu bemerken,daß das Anholen ein anderes Boot betroffen hatte, welches weiterzurück war, und daß er zu frühzeitig Antwort gegeben. Da esaber zu spät war, sich znrückzuziehen, und vielleicht auch, da erfand, daß es in seinen ersten Plan paßte, so hieß er seine Ge-fährten heranrndern.

Die Wellen mit dem Hackcbvrd durchschneiden, ist zwar nichtdie schicklichste Antwort auf ein Anholen," murmelte Fid vor sichhin, als er das Ruder fallen ließ.Allein es liegt doch auch keineBeleidigung darin. Wollen sie dort, Master Harry, uns durch-aus was am Zeuge flicken, so laßt es ans dem Walde herausschallen, wie es hinein schallt, und rechnet auf uns, Euch denRücken zu decken."

Diese mannhafte Versicherung blieb von Wilder unbeantwortet,denn inzwischen war das Boot nur noch einige Fuß vom Fahrzeugeentfernt. Wilder bestieg nun das Schiff, unter einer tiefen, undwie er selbst fühlte, nichts Gutes versprechenden Stille. Die Nachtwar dunkel, obschon von den hier und dort sichtbaren Sternenso viel Licht herabschien, daß das Auge eines geübten Seemannesdie Gegenstände unterscheiden konnte. Sobald unser junger Aben-teurer das Deck erreicht hatte, warf er einen schnell forschendenBlick um sich, als sollten die Zweifel und Eindrücke, womit ersich lange getragen, mit einem Male durch dieses ersteUmsichschanenaufgelöst und erklärt werden.

Auf Einen, der solch' Schauspiel nie gesehen, würde die Ordnung

Der rothe Seeräuber. 6