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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
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besser als ein Neger, und folglich weit entfernt, ein geeigneterGesellschafter fiir einen Weißen zu sein! da ich aber gewohnt bin,seht Ihr, zweiundzwanzig Jahre in sein schwarzes Gesicht zuschauen, so hat seine Farbe Eingang bei mir gefunden, und ge-fällt mir nun wie eine andere. Ueberdieß läßt sich zur See, instockfinsterer Nacht, nicht leicht schwarz von weiß unterscheiden.Nein, nein, Master Harry, ich bin Eurer noch nicht überdrüssig,und eine Kleinigkeit wie diese soll uns nicht trennen."

Dann mußt du aber auch die Gewohnheit ablegen, mit demEigenthnm Anderer wie mit dem deinigen umzugehen."

Nichts, gar nichts lege ich ab. Niemand kann auftreten undsagen: er habe mich ein Deck verlassen sehen, so lange noch einePlanke mit dem Balken zusammenhing, und ich sollte meineRechte fahren lassen, oder ablegen, wie Ihr es nennt? Was Hab'ich denn so groß verbrochen, daß das Schiffsvolk zusammengeru-fen werde, weil ein alter Seemann bestraft werden soll? Ihrhabt einem ungehobelten Fischer, einem Kerl, der nie in tieferemWasser gewesen, als wo seine Angel den Grund finden kann,Ihr habt ihm, sage ich, einen blanken Spanier*) gegeben fürden magern Gebrauch seines Kahns auf eine Nacht, oder allen-falls auch auf einen Theil des Morgens. Nun was hat RichardFid gethan? Er hat zu sich selbst gesprochen: denn Gott sollmich verdammen, wenn ich jemals im Schiff umhergezogen binund geplappert, und mich bei der Mannschaft über einen Offizierbeschwert habe Nein, zu sich selbst hat Dick gesprochen: ,Dasist zu viel Geld!" und dann ist er hingegangen und hat für we-niger Geld einen bessern Nachbarskahn gedungen. Geld kannman vereffen, und, was noch besser ist, vertrinken; folglich mußman es nicht, wie der Schiffskoch die kalte Asche, über Bordwerfen. Ich bin ferner überzeugt, beim Lichte besehen, daß dieEigenthümer dieser Jolle und jenes Kahns Vettern und Muhmen

') Piaster.