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allen den Augen, welche den Tag über eigene Geschäfte, vielleichtauch wohl Geschäfte der Nachbarn wach erhalten hatten, kein ein-ziges mehr offen war.
Der Wirth zum Inklaren Anker', so hieß die Schenke, woes zwischen Nightingalc und Fid beinahe zur Prügelei gekommenwäre, schloß seine Thürc pünktlich um acht Uhr; hiermit wollte ernämlich im Schlafe diejenigen kleinen Sünden abbüßen, welche ersich am Tage erlaubt haben mochte. Ueberhaupt war eS in derStadt zur allgemeinen Regel geworden, daß Diejenigen, welchedie meiste Mühe gehabt, ihren Namen und Ruf rein zu erhalten,sich frühzeitig von den Sorgen und Umtrieben der Welt zurückzo-gen. So war's auch der Fall mit der Admiralswittwe. Sie hattezu ihrer Zeit, durch spätes Ausbleiben und späte Beleuchtungihres Hauses, wenn Alles schlief oder schlafen sollte, kein kleinesAergerniß gegeben. — Ueberdieß war in ihrem Leben und Um-gang Manches vorgefallcn, wodurch die gute Frau sich der ta-delnden Bcurtheilnng ihrer weiblichen Bekanntschaft ausgesehthatte. So pflegte sie z. B., ungeachtet sie zur bischöflichen Kirchegehörte, sich am Samstag Abend mit der Nadel zu beschäftigen,obschon sie keineswegs im Ruf stand, eine fleißige Arbeiterin zusein. Sie that cs nur, um auf diese Weise zu erkennen zu geben,ihrem Glauben und ihrer Meinung nach sei der Sonntag Abendder wahre orthodoxe Abend des Sabbaths. In diesem Punktewar zwischen ihr und der Frau des Hauptpfarrers in der Stadteine Art offener Fehde, doch ohne Kriegserklärung und Feind-seligkeit. — Die Frau Pastorin begnügte sich nur, das Wieder-vergeltnngsrccht auszuüben. Sie brachte ihren Nähbeutcl alleSonntag Abend zur Frau Admiralin, unterbrach bisweilen dieUnterredung, um zur Arbeit zu greifen, nähte emsig und fleißigfünf bis sechs Minuten hintereinander, und knüpfte alsdann denFaden des Diskurses wieder an. Während der Pause und Sab-bathsschändung wußte sich Frau von Lacey gegen die Gefahr der