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ei» natürlicheres und gesetzteres. Doch schien es bald, als sei auchdieses eine zweite Maske, wenigstens ein ungewohntes, lästiges Joch,das er abzuschütteln suchte, denn nach einer Minute klopfte er schonwieder mit der Reitgerte gegen den Stiefel, und trat in die Haupt-straße des Orts mit leichtem Gange und nmherschweifenden Blickenein. Seinem Schncllblick, so sehr er von einem Gegenstände aufden andern übersprang, entginge» wenige der Vorübergehenden; undselbst die Eile, womit er um sich schaute und Alles zn umfassenschien, gab zn erkennen, daß sein Geist eben so thätig und regsamwar, als sein Auge. Ein Fremder in diesenz Aufzuge, und demman es ans den ersten Blick ausehen mußte, daß er ein Fremderwar, konnte der Aufmerksamkeit der wachsamen Gastwirthe, derenwir im ersten Kapitel dieser Geschichte Erwähnung gethan, un-möglich entgehen. Allein er entzog sich den Scharrfüßen undHöflichkeiten der beiden vornehmsten, und ließ sich — seltsamgenug! — vom dritten in sein Hans komplimcntiren, welches diegewöhnliche Herberge des Hafengcsindcls war.
Als er in die Gaststube dieser Taverne eintrat (denn sie führtediesen edleren Namen, obschon sie im Mntterlande kaum auf deneiner Bierschenke hätte Anspruch machen dürfen), fand er das Zim-mer mit den gewöhnlichen Trinkknndcn vollgepfropft. Das Erschei-nen eines Gastes, welcher an Gestalt und Kleidung sich über dieKlaffe der täglichen Besucher des Hauses erhob, brachte eine augen-blickliche Unterbrechung hervor; doch hörte die Panse bald ans, alsder Ncneingetrctenc sich auf eine Bank geworfen, und den Wirthmit seinen Wünschen und Bedürfnissen bekannt gemacht hatte. Die-ser holte das Verlangte, setzte cs dem Fremden vor, und machteihm, und zugleich Denen, die ihm zunächst saßen, eine Art vonEntschuldigung, daß ein Mann, am andern äußersten Ende deslangen, schmalen Tisches, nicht allein das Monopol der Rede, son-dern auch die Aufmerksamkeit aller Gäste durch das Versprechen ansich gerissen, ihnen etwas ganz Ungeheures erzählen zn wollen.