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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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dagegen waren seine Blicke ans das Schiff gefesselt, welches fürihn ein Gegenstand des größten Interesses zu sein schien. Aucher schüttelte das Haupt, nur ernster als der Schwarze; und alsob sich in diesem Augenblick seine Zweifel löseten, oder als hätteer nur das Ende des Ausbruchs der Negerfrende abwarten wol-len, rief er ans:

Recht, Seipio, recht; du hast recht, Junge. Das Schiff rei-tet ganz ans seinem Wnrfanker; Alles ist in Bereitschaft zumbaldigen Aufbruch. In zehn Minuten würde es sich außer demFeuer der Batterie bringen, wofern es nur über eine Mühe vollWind schalten könnte."

Sir, Sie scheinen ein guter Richter in dergleichen Dingen zusein," ließ sich eine unbekannte Stimme hinter ihnen oernehmen.

Der junge Mann drehte sich schnell auf dem Absätze um, underst jetzt merkte er, daß sie Drei nicht mehr allein waren. Dochwar er nicht der Einzige, den die Erscheinung stutzig machte;denn dieser nnvermnthete Zuwachs der Gesellschaft nahm den ge-schwätzigen Schneider ebensosehr Wunder, wo nicht noch mehr,als irgend Einen von der Gruppe, die er so angelegentlich be-horcht nnd beobachtet hatte, daß ihm für das Bemerken einesneuen Ankömmlings kein Raum übrig geblieben war.

Dieser Ankömmling war ein Mann zwischen dreißig nnd vier-zig; Miene und Gestalt waren nicht wenig dazu geeignet, die schonso angeregte Neugierde des guten, ehrlichen Homespun noch mehranznfachen. Winzig von Person, sah man ihm Leichtigkeit undselbst ein Maas; von Kraft an, welches mit seiner kleinen Figur,von nicht ganz mittlerer Größe, in auffallendem Gegensatz stand.Seine Haut wäre blendend, wie der feinste Franen-Teint gewesen,hätte nicht ein Dnnkelroth, welches die unteren Gesichtszüge über-zogen, nnd besonders an seiner schönen Habichtsnase sichtbar war,allen Verdacht von Weiblichkeit beseitigt. Sein Haar war, wie seineFarbe, schön, und rollte längs den Schläfen in reichen, glänzen-