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„Der Sklavenhändler hat sein Schiff in dem äußern Hafen gelassen,weil er weiß, daß in dieser Jahreszeit der Wind sich mehrentheilswestwärts hält; nnd dann seht Ihr überdieß, daß er seine leichtenSpieren oben nach dem Top hinauf hält; nnd doch gibt die Artund Weise, wie seine Segel beschlagen sind, deutlich zu erkennen,er liege fest. Könnt ihr nicht herausbringen, gute Freunde, ober ein zweites Anker unter sich hat, oder blos an einem liegt?"
„Der Mann muß ein Narr sein," crwiederte der Weiße, ohnezu bedenken, daß es bei Seeleute» auch andere Gründe gebenkann, als die bloßen Regeln der Schifffahrt, „ein Narr, daß ersich nnd sein Schiff ohne einen Wnrfanker, ja selbst ohne einenKedsche anzulegen, einer solchen Strömung von Ebbe und Flutüberläßt. Daß er sich überhaupt wenig auf's Ankern versteht,will ich ihm allenfalls schriftlich geben; aber man muß den Ver-stand verloren haben, wenn Alles so hoch hinanfgerollt und be-schlagen ist, das Schiff, Steuerbord nnd Backbord, einem einzi-gen Tan zu vertrauen, wie jenes stößige Pferd, welches wir ansunserem Landwege von Boston mit einem langen Halfter aneinen Baum gebunden antrafen."
„Sieh' da," fiel der Neger ein, sein glänzend Auge immer aufbas Schiff gerichtet, und sein Steinchen-Spiel immer fortsehend,„sieh'da! Sie haben den Wnrfanker hernntcrgelaffe» und alle übri-gen Anker gestaut- Ich denke, man klemmt das Ruder ganz anBackbord, Misser Harry, und nimmt die Strömung unter seinenBug. Glaubt Ihr nicht, er könne dann Trab und Galvp davongehen? Ei, ich möchte den Messer Dick ein Pferd reiten sehen,was an einen Baum gebunden wäre!"
Der Einfall machte den Neger selbst lachen und den Kopfschütteln, als sähe er im Geiste dem Ritt zu, den seine Phantasieihm vorbildete. Er lachte herzlich, während sein weißer Gefährtewieder schwer und heftig gegen ihn loszog. Auf diesen halb witzi-gen, halb groben Streit schien der dritte Mann nicht zu achten;