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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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sprechen kann, achte ich die Engländer eben so wie jedes anderefremde Volk."

In Worten ist es Eurerseits allerdings nicht geschehen, aberHandlungen sprechen lauter, als Worte."

ES macht Euch diesen Abend Freude, den Geheimnißvollenzu spielen. Welche meiner Handlungen könnte in dieser wichtigenAngelegenheit als pro oder contra erklärt werden?"

Ihr habt wenigstens gethan, wozu, wie ich fürchte, wenigeEurer Landsmänninen den moralische» Mnth oder die Selbstver-läugnung besäßen, namentlich, wenn ste daran gewöhnt waren, imAusland zu leben. Ihr weigertet Euch, die Gattin eines englischenBaronetS von großem Vermögen und achtbarer Familie zu werden."

Mr. PowiS," versetzte Eva ernst,dies ist eine Ungerechtig-keit gegen Sir George Templeniore, der ich gewifsenShalber so-wohl, als weil ste zugleich eine Ungerechtigkeit gegen mein Ge-schlecht und gegen mich ist, widersprechen muß. Ich habe bereitsin Eurem Bciseyn gegen Mr. Howel bemerkt, daß mir dieserGentleman nie einen Antrag machte, folglich auch nicht zurück-gewiesen werden konnte; auch kann ich nicht glaube», daß es vieleAmerikanerinnen von Bildung gibt, welche sich der Selbstachtungso sehr entschlagen könnten, um in einem armseligen Baronelen-thum eine Verlockung zu finden."

Ich weiß Eure edle Bescheidenheit vollkommen zu würdigen,Miß Effingham; aber Ihr könnt nicht erwarten, daß ich, welchemTemplemore'S Bewunderung so viel Unruhe, um nicht zu sagenSchmerz, bereitet hat, Eure Erklärung so ausgedehnt nehmen soll,wie wahrscheinlich Mr. Howel gethan hat. Obgleich Sir Georgekeinen entschiedenen Antrag stellte, so mußte doch jeder nähere Be-obachter ersehen, wie bereit er dazu war, wenn ihm nur die min-deste Ermuthigung zu Theil wurde."

Eva haschte fast nach Luft; so vollkommen hatte ste die ruhige,ernste und doch achtungsvolle Weise, mit welcher Paul seine Eifer-