AristobulnS nickte mit dem Kopf und würde dem Sprecherbedeutungsvoll zugeblinzclt haben, wenn er es gewagt hätte, sicheine derartige Freiheit gegen einen Mann zu nehmen, vor dem erso großen Respekt hatte, wie vor John Efflngham.
„Monsieur," fragte Mademoiselle Mefvikle, „gicbt es dennkeine eZIiso, keine venitablo exlis-o in Templeton?"
„O ja, Madame, mehrere," cntgegnete AristobulnS, der ebenso wenig einräumen mochte, er verstehe die Bedeutung des Ausdrucksvenitablo exlise nicht, als eine von den Secten, die er eben be-schrieben, zugestanden haben würde, daß sic in ihrer Deutung desChristenthums nicht untrüglich sep; „mehrere — aber man kannsie von diesem Punkte aus nicht sehen."
„Wie weit schöner und sogar christlicher würde sich dieser OrtauSnehmen," sagte Paul, „wenn diese guten Leute sich zu einergemeinsamen Gottesverehrung vereinigen könnten! Und in wieschroffen Gegensätzen tritt nicht die Schwäche und Unwissenheit desMenschen hervor, wenn man sieht, wie er fortwährend klaubt undgrübelt an Lehren, die ihm in so klaren Ausdrücken, als es inder Sprache nur möglich ist, sagen, man fordere von ihm weiternichts, als daß er glauben solle an die Güte und Allmacht einesWesens, dessen Wirken und Eigenschaften außer dem Bereich seinerErkenntnißkräfte liegen."
„Alles sehr wahr," entgegnete John Essingham: „aber waSwürde in einem solchen Falle aus der Gewissensfreiheit werden?Heutzutage verstehen die meisten Menschen unter Glauben ein un-bedingtes Vertrauen auf ihre eigenen Meinungen."
„Auch fehlte nnS in diesem Falle die schöne Schaustellung vonKirchen," bemerkte AristobulnS, „welche jetzt unser Dorf ziert. Auchhat die Sache das weitere Gute, daß Jeder seine Capitalien viellieber bei einem Platze anlegt, welcher fünf Kirchen, als bei einem,der bloS im Besitz einer einzigen ist. So wie es ist, hat Tem-