99
Templcmore zusammenzutreffen, zu welchen man Letzteren in Folgeseiner Briefschaften, die meist mit dem Zweck seiner Reise in Ver-bindung standen, gebeten hatte. Da alle diese Unterhaltungen vonziemlich gleichem Charakter waren, so wird es genügen, eine der-selben in Kürze zu beschreiben, um die Leser in das Geheimnißihrer Trefflichkeit einzuweihen.
Ein wohlbesetzter Tisch, treffliche Speisen, eine sehr guteKüche und ausgezeichnete Weine bildeten die wesentlicheren Be-standtheile aller dieser Mahlzeiten, während die Convives unabän-derlich aus zwei Reihen schwarzgekleideter Männer und einemFrauenzimmer oben am Tisch, die, wcnn'S gut ging, noch eineGeschlechtsgenossin zur Seite hatte, bestanden. Dis Provinzial-Uebertreibnngen wurden namentlich in einem besonderen Brauchelächerlich augenfällig. Der Wirth oder vielleicht die Wirthin hattegehört,' daß ein Gegensatz stattfinden müsse zwischen dem gemei-neren Lichte des Empfangzimmers und dem Glanze der Tafel; inFolge, einer derartigen Einrichtung nun stolperte John Effinghamüber einen Schemel und zerbrach sich fast die Beine, als er ein-mal durch die Dunkelheit des ersten Besuchszimmers tappte.
Saß man zn Tisch und war die erste große Obliegenheit derLabung abgethan, so drehte sich das Gespräch um die Preise vonGrundstücken, Stadtspekulationen oder Wechselkurse. Dann kam dieregelmäßige Prüfung der Weine, bei welchen man den Herrn desHauses leicht für einen Weinhändler halten konnte, da er stetsentweder an einem Heber saugte oder den Stöpselzieher handhabte.Das nun folgende Gespräch würde der jährlichen Zusammenkunftund dem gesellige» Mahle der deutschen Weinkäufer Ehre gemachthaben, die sich zu Erstehung eines preiswürdigen Artikels in Rü-desheim zu versammeln pflegen.
Sir George war jetzt unstreitig auf dem Punkte, sich überAmerika ein sehr irriges Urtheil zn bilden, und eS war nöthig, daßMr. Efsingham ihn diesen Leuten entzog und bei seinen eigenen