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„Ich bitte uni Verzeihung, meine Theure, er kömmt nie nachder Stadt, ohne mich mit einem Besuche zu beehren. Dies ist derPreis, den ich zahlen muß, weil ich die Ehre hatte, eine Wochelang mit ihm dasselbe Haus zu bewohnen."
Eva zog die Klingel und Pierre trat ein.
„Bedeutet Mr. Vragg, er möchte zu uns heraufkommeu."
Sobald Pierre fort war, um den Besuch einzuführcn, nahmGrace eine gefetzte Miene an, und Eva dachte noch über die ver-schiedenen Eigenschaften nach, welche John Efstngham in seinerSchilderung aufgeführt hatte, als die Thüre aufging und der Ge-genstand ihrer Betrachtungen eintrat.
„ülon.-lcur ^ristobulo," sagte Pierre, die Karte angelegentlichin'S Auge fassend, aber blieb schon bei dem ersten Namen stecken.
Mr. AristobuluS Bragg trat mit sorglosem, zuversichtlichem We-sen näher, um den Damen seine Verbeugung zu machen; als erjedoch die edle Haltung und die ruhige Würde der stehenden MißEfstngham bemerkte, wurde er mit einem Male so verblüfft, daß eralle seine Fassung verlor. Weil er drei Jahre aus dem alten Landsitzzu Templeton gewohnt, hatte er, wie von Grace bereits angedeutetworden war, angefangen, sich als einen Theil der Familie zu be-trachten, weshalb er zu Haus die junge Lady nie anders als „Eva"oder „Eva Effingham" zu nennen pflegte. Er mußte aber jetztfinden, daß es etwas ganz Anderes war, unter Seinesgleichen eineVertraulichkeit zu affektiren und sic Angesichts des Gegenstandesderselben in Anwendung zu bringen, und obschon er selten umWorte einer oder der andern Art verlegen war, so schien ihm dochjetzt die Zunge wie gebunden. Eva enthob ihn seiner Verwirrung,indem sie Pierre mit den Augen winkte, dem Gast einen Stuhlanzubieten und ergriff dann zuerst das Wort:
„Ich bedaure, daß mein Vater nicht zu Hause ist," begann sie,um die Ehre des Besuches nicht auf sich beziehen zu müssen; „doch