575
Albany nicht wieder gesehen, nnd die Begrüßung war deßhalbebenso warm, als sic unerwartet kam.
„Seit dem Tode Eurer seligen Eltern habe ich eine Art Ein-siedlerleben geführt, mein theurer Bob," sprach der Geistliche, indemer sich die Thronen ans den Augen wischte. „Dann nnd wannwurde ich durch einen kostbaren Brief oon Euch selbst oder vonMand erfreut — ich nenne euch Beide bei den Namen, die ich Euchin der Taufe gegeben — hieß es ja doch auch: .ich Mand, nehmedich, Robert', als ihr in jenem kleinen Gebäude dort vor demAltäre standet — ihr werdet mir darum vergeben, wenn ich etwa miteinem Generälosfizier nnd seiner Lady zu vertraulich spreche —"„Vertraulich!" riefen Beide in einem Athem, nnd Mands zarte,weiße Hand war mit vorwurfsvollem Ernste gegen den Kaplan er-hoben. — „Wir, die wir von Ihnen zu Christen getauft wurden,nnd so viele Ursache haben, Ihrer stets in Liebe zu gedenken!"
„Gut, gut; ich sehe, daß ihr immer noch Robert und Mandgeblieben seid!" bei diesen Worten kamen ihm die Thränen gewalt-sam aus den Augen geschossen. „Ja, ich brachte euch Beide in Got-tes sichtbare Kirche auf Erden, und ihr wurdet von einem Mannegetauft, der seine Weihen von dem Erzbischöfe von Canterbury selbererhielt —" hier lächelte Mand etwas schalkhaft — „und der, wieer demüthig hofft, sein Einweihnngsgelübde niemals vergessen hat.Ihr seid aber nicht die Einzigen, die ich zu Christen getauft habe— auch Nikolas zähle ich jetzt unter diese Zahl —"
„Nick?" fiel Sir Robert ein.
„Wyandotto?""fügte seine Gattin mit feinerem Takte bei.„Ich nenne ihn jetzt Nikolas, weil er auf diese» Namen ge-tauft wurde — mit dem Wyaudottü hat's nun so gut wie mit demtrotzigen Nick ei» Ende. — Ich habe Euch ein Geheimnis; mitzu-theilcn, Major Willoughby — bitte um Verzeihung, Sir Robert,Ihr werdet aber alte Gewohnheiten entschuldigen — wenn Ihrvielleicht diesen Weg mit mir einschlagen wolltet."