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heiliger Andacht aufgelegt war. So sehr sich auch Robert vonseinem Herren anfgefordert fühlte, sie in seine Arme zn schlichen,zn trösten, und ihr für die Znknnfr seine» eigenen Schutz dnrch'sganze Leben anznbietcn, so amtete er dennoch ihre gegenwärtigeBeschäftigung viel zn sehr, als daß er sie mit nnehrcrbictigem Ei-fer darin hätte stören mögen. Seine Blicke wendeten sich dcßhalbvon der Geliebte» ab, und suchten ängstlich nach seiner Mutter.
Mrs. Willonghby's Gestalt war durch die Stellung, welche sieeingenommen hatte, dem Auge ihres Sohnes anfänglich entgan-gen. Die tiefgetroffcne Gattin saß in einem Winkel des Zimmers,theilweisc hinter der Draperie eines Fensterrorhanges — das Letztereoffenbar mehr durch Zufall, als ans Absicht - versteckt. Bei demersten Blicke, de» Robert ans das geliebte Antlitz seiner Mutterwarf, fuhr er erschrocken zurück, und Fieberschauer fröstelten durchalle seine Glieder. Da saß die Thenrc — aufrecht, regungslos,ohne Thränen, ohne eine jener lindernde» Schwächen eines weni-ger sengenden Schmerzes, das milde Antlitz von dem Scheine derLampe beleuchtet, die Angen auf das Gesicht des Tobten geheftet.Stundenlang war sie schon in dieser Stellung geblieben: nichtdie zarte Sorgfalt ihrer Töchter, nicht die Aufmerksamkeit derDienstboten, nicht der Ausbruch eigenen Jammers hatten eineAendernng bei ihr hcrvorgrbracht - selbst das Toben des Stur-mes war wie ein unbeachteter Windhauch an ihr vornbcrgczogen.
„Mutter! arme, theure, tiefgebeugte Mutter!" — brach ihrSohn bei diesem Anblicke ans, indem er ans sie zueilte und vorihr nicdcrkniete.
Aber Bob, ihr Liebling Bob, der Stolz »nd die Freude seinerMutter — auch er blieb unbeachtet. Das Herz, das so lange nurfür Andere geschlagen, das nie einen Wunsch oder Pnlsschlag,außer für die Gegenstände seiner Liebe, gefühlt hakte — dies; Herzwar nicht stark genug, um einem Streiche zn widerstehen, von demes so plötzlich betroffen worden war! Nur so viel Leben schien