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des Gefangene» so sehr begünstigte. Die Baumstämme des An-baues waren aber nm Vieles dünner, als die des Hauptgebäudesselbst: beide bestanden aus Weißtannen, einer in dieser Gegendvorherrschenden Banmgattnng, welche, so wie hier verwendet,zwar sehr dauerhaft, aber anäi mittelst schneidender Werkzeugesehr leicht zu bearbeiten ist.
Nick hatte eine kleine Säge, einen schweren Meißel und seinMesser. Mit dem Meißel begann er sehr vorsichtig ein Lvch zurVerbindung mit dem Innern des Anbaues zu eröffnen, indem erden Mörtel, welcher die Ritzen zwischen de» Baumstämmen ans-füllte, entfernte. Dieß dauerte blvs einen Augenblick. Sobald erdamit fertig war, hielt er sein Auge an die Oeffnnng und warfeinen Blick in das Innere.
Als er sich wieder znrückzog, murmelte er das Wort „gut!" undlnd Mand durch ein Zeichen ein, auch ihrerseits hineinznscbanen.
Dieß that denn auch unsere Heldin — da saß Robert Willonghb»nur wenige Schritte vor ihr, und las in einem Buche; auf seinemGesichte lag eine Ruhe, welche seine gänzliche Unbekanntschaftmit dem traurigen Ereignisse anzeigte, das noch vor Kurzem, undbeinahe im Bereiche seines Armes stattgefnndcn hatte.
„Sgnaw sprechen," flüsterte Nick; „Stimme süß wie die desZaunkönigs — dringen dem Major in's Ohr wie Gesang desVogels. Sgnaw sprechen Musik für jungen Krieger."
Mand trat zurück, ihr Herz pochte ungestüm, kaum konnte sicnoch athmen, und das Blut strömte ihr bis in die Schläfe. Einernstlicher Wink von Nick erinnerte sic aber, daß jetzt keine Zeitzmn Zandern war, und so brachte sie den Mund an die Oeffnnng.
„Robert — thenrer Robert!" lispelte sie leise, „wir sindhier — und sind gekommen, nm dich zu befreien."
Mands Ungeduld vermochte nicht länger zu warten; kaumhatte sie geendet, als sie das Auge wieder an die Oeffnnng hielt,um die Wirkung dieser Worte zu beobachten.