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„Das schlimm. Niemals neutral in heißem Kriege. Werdenberaubt von beiden Seit. Immer ans der einen oder andernsein, Kap'in."
„Du magst wohl recht haben, Nikolas; ein gewissenhafterMann kann aber vielleicht keiner von beiden ganz recht oder ganzunrecht geben. Ich wünsche niemals die Streitaxt zu erheben,außer wenn mein Streit auch gerecht ist."
„Jnschjön das nicht verstehen. Schlendern Streitaxt ans denFeind —was er auch sagen mag — Gut oder Bös. Er Feind
— das genug. — Nehmen Skalp vom Feind — Freund abernicht berühren."
„Das mag für eure Art von Kriegführung wohl angehen,Tnscarora — für die meint ge aber würde sich's wohl schwerlichziemen. Ich muß wissen, daß ich das Recht ans meiner Seitehabe, ehe ich bereit bin, Andern das Leben zu nehmen."
„Kap'in immer sprechen so, hm ? Wenn er Soldat war und Generalsagen: ,schießen zehn, vierzig, tausend Franzmann', dann er sagen:,Halt, General — keine Eile — lassen Kap'in zuvor Nachdenken'. O, o
— nach und nach werden schon gehen und Skalp nehmen — nicht?"
So weit konnte der alte Krieger sich doch nicht beherrsche»,
daß ihm bei diesem Ausfälle nicht das Blut in's Gesicht stieg,denn er fühlte, daß die List des Indianers ihn in einen schein-baren Widerspruch verwickelt hatte.
„Das war, als ich noch in der Armee diente, Wyandottö,"gab er trotz seiner Verwirrung zur Antwort; „damals bestandmeine erste und höchste Pflicht darin, dem Befehl meiner Oberenzu gehorchen. Damals handelte ich als Soldat; jetzt aber habeich als Mensch zu handeln."
„Gut — Indianer Häuptling immer in der Armee. Immerhohe Pflicht und Oberen gehorchen — gehorchen Manittn undnehmen Skalp vom Feind. Kriegspfad immer offen, wenn Feindam andern Ende."