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und es schien nichts natürlicher, als daß Pliny Oberbefehlshaberwurde. Gleichwohl sollte er nicht nur seiner alten, sondern auchden beiden jungen Gebieterinnen gehorchen, welche eine unbe-strittene Autorität über ihn ansübtcn, ohne übrigens damit densämmtlichen erhaltenen Tagsbcfehlen Eintrag zu thnn. Der Kapitänerthcilte ihm somit seine schließlich,! Ordre, und befahl ihm, wach-sam zu sein, und vor Allem die Thore geschloffen zu erhalten.
Sobald dicß geschehen war, begab sich der Kapitän zu Frauund Kindern, um ihnen ein letztes Lebewohl zn sagen. Er thatdies; mit feierlicher Zärtlichkeit, dabei aber auch mit solcher Fassungund Vorsicht, daß er seinen Zweck, allzu großen Besorgnissen seinerLieben durch sein Benehmen vorznbengcn — vollständig erreichte.
„Ich werde kein anderes Signal oder Siegeszeichen als deineeigene Rückkehr erwarten, Hngh, welche in Begleitung unseresthenersten Sohnes geschehen soll," sprach seine weinende Gattin.„Wenn ich euch Beide in meinen Armen halte, dann werde ichmich glücklich fühlen, und ob auch alle Indianer des Festlandesim Thale versammelt wären."
„Verrechne dich nicht in der Zeit, Wilhelmina. Dein zärtlichesHerz pflegt zuweilen Raum und Zeit zn überspringen, so daß dudir nichts als nnnöthigen Kummer bereitest. Bedenke, daß wirans dem Hin- und Rückweg mit der größten Vorsicht marschirenmüssen, und daß wir allein zu dem Umwege, den ich beabsichtige,schon mehrere Stunden bedürfen. Ich hoffe, dich noch vor Sonnen-untergang wieder zu sehen, doch wäre es auch möglich, daß eineetwaige Verzögerung uns erst bei Nacht zurückbrächte; ja, eskönnte sogar nöthig werden, daß wir den entscheidende» Schlagbis zum Eintritte der Dunkelheit verschöben."
Das war nun allerdings für die Franc» eine traurige Bot-schaft; sie vernahmen sie aber dennoch mit Ruhe, und suchten denAnschein von Fassung, den sie in ihrem Aenßeren zeigten, auchdurch die That zu verwirklichen. Benlah empfing des Vaters Kuß