Die kleine Dose war sehr hübsch gearbeitet, und Bobs Mutter,wie Benlcch, hatten den Major schon oft darüber ansgelacht, daßer sieb, wenn auch kein Schnupfer, wie alle seine Freunde wußten— gleichwohl eines Gegenstandes bediente, der damals für einenMann vom feinsten Ton als unerläßlich betrachtet wurde. So weitwar er entfernt, dieses Reizmittel bei sich anznwcnden, daß er so-gar die Art, wie die mit einer geheime» Feder versehene Dose sichöffnete, niemals zeigen wollte, und — so groß schien seine Scheuvor dieser Eröffnung zu sein — selbst seine Schwester» nur höchstungern diese verborgene Vorrichtung anfspsiren lassen wollte.
Kaum hatte Mand das Döschen erblickt, als sie ihr Herz vollUngestüm pochen fühlte. Eine geheime Ahnung sagte ihr, daß ihrSchicksal seiner Lösung nahe stand. Sie besaß übrigens noch soviel Selbstbeherrschung, daß sie einen abermaligen Versuch wagte,Alles zu erfahren, was ihr Gefährte ihr mitznthcilcn hatte.
„Major Willonghby gab dir dies; Döschen?" fragte sie, undihre Stimme zitterte, trotz aller Anstrengung, ihre Bewegung zuverbergen. „Hat er dir dabei irgend eine Botschaft anfgctragcn?Besinne dich wohl — die Worte könnten von großer Wichtigkeitsein."
„Wor—r—te, meint Ihr? Wie gesagt, davon war zwischenuns wenig die Rede, denn die Jnschjöns standen so nahe, daßwir nicht anders als flüstern konnten."
„Es muß aber doch noch'irgend ein Auftrag damit in Ver-bindung stehen."
„Miß Mand, Ihr seid so klug wie die Schlangen, wie PaterO'Loony uns jeden Sonntag zu sagen pflegte! Nichts von Worten!,Gib Miß Mand das Döschen', sagt der Major, sagt er, .undmelde ihr, sie sei jetzt Herrin meines Geheimnisses'."
„Sagte er das wirklich, Michael? — Um des Himmels willen,bist du auch ganz gewiß, daß du die Wahrheit sprichst?"
„Irischer Mike, Master verlangt Euch nngchener dringend,"