423
Kapitän Willvnghby war zu aufgeregt, um viele Worte zuverschwende»; er nahm seinen Hut und verließ das Zimmer, nmsich unverzüglich mit eigenen Augen von dem Gehörten zu über-zeugen. Der Rnndgang ans dem Dache gewahrte die beste Aus-sicht, und es dauerte nicht über eine Minute, bis er denselbenmit seinen beiden Begleitern erreicht hatte.
„Da schaut nur hin: bald werdet Ihr den Ranch in JoelsWohnung mit eigenen Angen gewahren, und dort drüben bei sei-nem Vetter Seth ist das Gleiche zu bemerken," begann Jamic,nach der erwähnten Richtung hindentend.
„Ranch ist da, das ist kein Zweifel: aber die Indianer könnenja eben so gut jene Feuer in der Küche zu ihrem eigenen Frühstückangezündet haben. Das sieht ganz darnach ans, Sergeant, alsob die Bursche uns enger, als bisher, einzuschließen gedächten."
^„Jch glaube kaum, Euer Gnaden; Jamic hat recht, oder meineAngen müßten nur einen Mann nicht mehr von einer Frau unter-scheiden können. Das dort drüben in Joels Garten ist ganz ge-wiß ein Weib — ja, ja, 's ist Phöbc, die für ihren Mann, denhungrigen Schurken, Zwiebel anssticht."
Kapitän Willonghby trug stets sein kleines Taschcnteleskop beisich, das nun alsbald auf den erwähnten Gegenstand gerichtet wurde.
„Beim Jupiter! Ihr habt recht, Joyce," ries er. „Es ist Phöbe,nur daß der alte Drache nicht Zwiebel sticht, sonder» Unkrautansjätet! Aha! jetzt wird auch Joel selber sichtbar: der Schuftvisitirt einige Hauen, und zwar mit einer Ruhe, wie wenn sieund Alles in ihrer Nähe ihm gehörten. Das ist wahrhaftig einesonderbare Lage!"
- Diese letztere Bemerkung war in der That richtig; die Lagederer im Blockhaus war im höchsten Grade sonderbar. Bei nähe-rer Untersuchung ergab sich, daß jede Hütte wieder bewohnt war;von den bei dem Kapitän Zurückgebliebenen war nämlich Keinerverheirathct. Mit Hilfe des Glases, das nach und nach ans jede