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16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
Entstehung
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in Empfang zn nehmen. Nick zog dasselbe ans einer Falte seinesGewandes, und legte es Mrs. Willonghby mit so ruhiger Graziein die Hand, daß selbst ein Höfling darin vergeblich mit ihmgewetteifert haben würde.

Der Brief war kurz, und nur mit Bleistift auf ein schmutzigesBlatt Papier geschrieben, das aus irgend einem Buche gerissenzn sein schien: die Handschrift aber wurde sogleich als RobertWilloughby's erkannt. Der Brief hatte weder Adresse noch Unter-schrift, und enthielt blos folgende Zeilen:

Verlaßt euch auf eure Vertheidigungsaustaltcu, und auf nichtsAnderes. Unter dem feindlichen Korps befinden sich viele Weiße,als Indianer verkleidet. Mau argwöhnt, wer ich bin, vielleicht daßich auch schon erkannt wurde. Man wird euch deßhalb Zusehen,doch thnt ihr am Besten, wenn ihr standhaft bleibet. Ist Nickehrlich, so kann er euch mehr erzählen; ist er falsch, so wird dieserBrief euch jedenfalls zu Gesicht kommen, wenn er ihn auch aus-licfert. Sichert die inneren Thore, und bauet mehr auf's Haus,als auf die Pallisaden. Für mich fürchtet Nichts'- mein Lebenkann nicht in Gefahr kommen."

Eines nach dem Andern las den Brief; Maud wandte sich abseits,nm ihre Thriiuen zu verbergen, welche beim Dnrchleseu rasch hintereinander auf das Papier niederfielen. Sie las ihn zuletzt, unddurfte ihn also auch behalten das kostbare Pfand, doppelt kostbarin einem Angenblicke, wo fast jedes Gefühl ihres Daseins sich inder innigen Theiluahme für den Gefangenen konceutrirt hatte.

Wegen der näheren Umstände werden mir auf dich verwiesen,Nick," bemerkte der Kapitän;ich hoffe, du wirst uns nichts alsWahrheit berichten. Eine Lüge ist zu unwürdig für den Mundeines Kriegers!"

Haben Nick gelogen mit dem Biberdamm? Finden Kap'innicht gut, wie Indianer sagen?"

Darin hast du ehrlich gehandelt; ich muß dich drum loben.