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Mannes eine Hauptrolle spielen, und den beiden Liebenden denZustand ihrer Herzen enthüllen soll — o nein, die Aufgabe, diewir uns gestellt, ist vielmehr ganz anderer Art.
Mand hatte allerdings mehrere Skizzen von ,Bobs' Gesichtnach dem Gedächtnisse entworfen; aber cs war offen und unter denAngen der ganzen Familie geschehen. In ihrer gewohnten Eigenschaftals Schwester konnte sie dies; auch recht gut thun, ohne irgend einenTadel zu erwecken. Bei diesen Versuchen hatten Vater, Mutter undBenlah einstimmig erklärt, der Erfolg übersteige alle ihre Erwar-tungen; doch Mand hatte sie sammt und sonders halbvollendet beiSeite geworfen, und war mitihren Arbeiten niemals zufrieden gewesen.Ihr ging es wie dem Antor, dessen reiche Phantasie öfters Sccnenerfindet, welche sein Darstellnngsvermögen weit überbieten — auchihr Pinsel erschien ihrjedesmal ungenügend, verglichen mit dem Bilde,das ihrem Gedächtnisse beständig vorschwebtc. Diese Skizze hattekein Leben, jene war nicht freundlich genug, hier fehlte es an Feuer,und dort an Wahrheit — mit einem Worte, Mand hätte tausendUmrisse anfangcn können — und alle würden in ihren Angcn irgendeines Hanpterfordernisses der Vollendung entbehrt haben.
Sie machte übrigens kein Gcheimniß ans diesen Versuchen,und als sie ihre Mappe öffnete, und deren Inhalt vor Bob ans-kramte, zeigten sich den Angen des Originals oben an ein halbesDutzend eben jener Skizzen.
Major Willvnghby däuchte es, er habe Mand noch nie so schöngesehen, als eben jetzt, da sie ihre kleinen Vorkehrungen zur Aus-stellung ihrer Gemälde traf. Freude röthete ihre Wangen, und injedem ihrer Blicke lag ein Ausdruck von Offenheit und schwesterlicherAufmerksamkeit, so reizend gemischt mit tieferem Gefühl und wohl-bewußter weiblicher Zurückhaltung, daß sie ihm — nach seiner jetzigenStimmung bemessen — tausendmal interessanter erschien, als sieihm jemals vorgekommen war. Die Lampe gab zwar für eine Ge-mäldegallerie ein sehr ungenügendes Licht, war aber vollkommenWyaiilwtte. Lt)