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16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
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Fünfzehntes Kapitel.

Portia: Ich könnt Euch sagen, wie Ihr recht müßt wählen:Das aber wäre Wortbruch, und das soll

Soll nie gescheh'n so müßt Ihr mich entbehren.

Und thut Jhr'S, so möcht' ich die Sünde wünschen,Die im verschworen habe.

Kaufmann von Venedig.

Kapitän Willonghby wußte, daß die Stunde, welche derMorgendämmerung oochergeht. für den Soldaten im Felde stetsdie gefährlichste wird. Es ist der Augenblick, wo der Feind ge-wöhnlich seine Ueberfällc versucht, und bei den Indianern besonderswar dies; von jeher die blutige Stunde.

Er hatte deßhalb Befehl gegeben, ihn uni vier Uhr zu wecken;um dieselbe Zeit sollten alle Bewaffneten ans sein, und unter denWaffen stehen. Trotz des Anstrichs von Verlassenheit im ganzenThale mißtraute dieser erfahrene Gränzkrieger dennoch den Zeichender Zeiten, und sah der Wahrscheinlichkeit, daß etwa vor Tag noch einSturm versucht werden würde, mit einer Unruhe entgegen, welcheer Gattin und Töchtern um keinen Preis hätte verrathen mögen.

Man hatte sich ans jeden Nvthfall vorgesehen, und die Strcit-kräfte dermaßen vertheilt, daß der Major im Falle eines Angriffssich nützlich machen konnte, ohne der Gefahr des Erkanntwerdensunnöthig ansgeseyt zu sein. Er hatte den Auftrag, den rückwärts-liegenden Theil des Blockhauses, d. h. denjenigen Flügel, wo dieFenster sich nach Außen öffneten zu vertheidigen: Michael unddie beiden Pliny's waren ihm zum Beistand zngewiesen.

Die Bewachung dieses Flügels war keineswegs nutzlos zunennen. Der Felsen gewährte zwar diesem Theile der Umwallnngeinen wesentlichen Schutz, konnte aber dennoch erklettert werden,und wie man sich erinnern wird, war ans der nördlichen Seitedes Hauses die Stockade gänzlich weggelaffen worden.