Druckschrift 
16 (1853) Wyandotté oder das Blockhaus : eine Erzählung
Entstehung
Seite
261
Einzelbild herunterladen
 

261

größere Anhänglichkeit an die Kinder des Hanfes, als an ihreeigenen, obwohl keine von den Zweien es an der gehörigen Frucht-barkeit hatte fehlen lassen. Ihre Spitznamen waren allgemein ge-bräuchlich, und ihre wirklichen Beß") und Mari'so ziemlichveraltet. Gleichwohl hielt es der Major für höflicher, bei gegen-wärtiger Veranlassung den letzteren zu gebrauchen.

Auf mein Wort, Mrs. Beß," begann er, und schüttelte deralten Frau herzlich die Hand, wogegen er vor einem Paar unmäßigaufgeworfener Lippen instinktartig znrückbebte, .welche ihn zwanzigJahre früher wohl öfter begrüßt hattenauf mein Wort, Mrs.Beß, du wirst mit jedem Male schöner, so oft ich dich sehe. DasAlter und du scheinen einander völlig fremd zu sein. Wie fängstdn's nur an, daß du dich so jung und hübsch erhältst."

Gott geben das Erst', Master Bob, Himmel sei Dank! undein gut Gewissen machen das Zweit'. Ich wünschte, Ihr könn-ten alten Plin das hören lassen! Er jetzund niemals glauben,ein alt Mensch noch gut anssehen."

Pliny ist halb blind. So machen's aber die meisten Ehemän-ner, Smash; nach wenigen Jahren des Ehestandes werden sieblind für die Reize ihrer Frauen."

Niemals heirathen, Master Bob, wenn das der Fall sein."

Diese Worte begleitete Great Smash mit einem solchen Ge-lächter und Wackeln ihres schwerfälligen Körpers, daß man siejeden Augenblick nmfallen zu sehen fürchten mußte. Doch dießgeschah keineswegs: sie behauptete ihr Gleichgewicht, denn so sehrsie auch ihr Leben lang wegen ihrer Verheerungen unter Tellern,Taffen und Schüsseln berühmt gewesen war, so hatte man sie dochnie ihren eigenen Schwerpunkt verlieren sehen.

Der Major schüttelte ihr nochmals herzlich die Hand, undstand dann vom Tische auf.

Wie gewöhnlich bei allen großen, freudigen Familienfesten, wo

>1 Lieschen.

D. U.