noch unberührt; auch unter den Indianern war keine neue Be-wegung bemerkbar.
Der Major bewachte Alles mit der angestrengtesten Aufmerk-samkeit durch sein Glas.
„Was gibt es, thenrer Bob?" fragte Mand ängstlich. „Ichsehe meine liebe, gute Mntter — sie scheint unruhig."
„Wusne sie darum, daß du das Hans verlassen wolltest, alsdn diesen Spaziergang antratest?"
„Ich glaube kaum. Sie und Benlah waren im Kindszimmcrbei dem kleinen Evert, und mein Vater ritt auf den Feldern um-her. Ich ging fort, ohne mit irgend Jemand ein Wort zn reden,und begegnete auch Niemand, bis ich in den Wald kam.
„Dann haben sic dich jetzt erst vermißt. Ja, ja, so ist's —kein Wunder, Mand, wenn das ihnen Angst macht. BarmherzigerGott! Wie mag ihnen in diesem fürchterlichen Augenblicke zuMath sein!"
„Fenre deine Büchse ab, Bob, das wird ihre Blicke zu unsherziehen; ich will mein Taschentuch schwenken, vielleicht daß siedas bemerken. Benlah und ich haben einander schon öfter solcheZeichen gegeben."
„Das geht nicht — nein, wir müssen verborgen bleiben, umihre Bewegungen beobachten und ihnen zur rechten Zeit helfen zukönnen. Es ist freilich peinlich, diese ängstliche Spannung zu er-tragen; doch der Schmerz muß nun einmal getragen werden, umein uns Allen so thenres, so kostbares Leben desto eher zu sichern."
Trotz der fürchterlichen Lage, in der sie sich befand, wurdeMand durch diese Worte doch beruhigt. Eine so zärtliche Sprachewar ihr an Robert Willoughby jederzeit thener, nie aber mehrals gerade in dem Augenblick, da ihr Leben sogar nur an einemHaare zn hängen schien.
„Es ist, wie du sagst," erwiederte sie sanft, und reichte ihmihre Hand fast ganz mit der früheren Ungezwungenheit; „wir wür-