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Der Besuch, den der Kapitän vor seinem Hanse empfangenhatte, verursachte nicht nnr keine Unruhe in der Familie, sondernkam im Gegenthcil höchlich erwünscht nnd sehr gelegen. Es warEvert Bcekman mit einem alten Frennde nnd mehreren Feldmes-sern, Jägern n. s. w.; er war eben ans dem Rückweg von dem„Patente," das er in der Nachbarschaft, d. h. fünfzig Meilen vonda, besaß, nnd hielt unter dem höflichen Vorwände, des KapitänsFamilie seinen Respekt zu bezeigen, an dem Blockhause an, hatteaber in Wirklichkeit die Absicht, seine Bewerbung um Benlah,welche er jetzt ein volles Jahr fortgesetzt hatte, zu einem glück-lichen Ende zu bringen.
Das Liebesverhältnis; zwischen Evert Bcekman nnd BenlahWillvnghby war so einfacher, aufrichtiger nnd natürlicher Art, daßes kaum genügenden Stoff zu einer kurzen Episode darbietet. Derjunge Mann hatte dem Mädchen nicht ohne Erlaubnis; der Elternseine Aufmerksamkeiten erwiesen; vom Anfänge ihrer Bekanntschaftan war er der Tochter annehmbar erschienen, nnd sie hatte sichdamals, als er wenige Tage vor ihrer Abreise von New-Iork umihre Hand anhielt, nur noch einige Bedenkzeit erbeten, ehe sie ihreentscheidende Antwort gäbe.
Benlah war eigentlich etwas überrascht, daß ihr Geliebterseine Ankunft bis beinahe Ende Mai's hinansschieben konnte, währendsie ihn schon zu Anfang dieses Monats erwartet hatte. An einenBrief war aber nicht zu denken, da er nicht anders, als durch einenbesonderen Boten bestellt werden konnte, nnd so war der jungeMann jetzt in eigener Person gekommen, um seine Entschuldigungenselbst zu überbringen.
Benlah empfing Evert Bcekman voll Natürlichkeit und ohnedie mindeste Uebertrcibung; eine stille Glückseligkeit strahlte ausihren hübschen Zügen, welche so viel sagte, als der Liebhaber ver-nünftiger Weise nnr immer wünschen konnte. Ihre Eltern hießenjhn herzlich willkommen, und er hätte wahrlich ein kurzsichtiger