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gelassen hatte. Auch bei Mand konnte man erwarten, daß dieseseine Betrachtungsweise in ihrem Herzen gleichfalls ein ähnliches,sympathetisches Gefühl heroorrnfcn mußte. Sic war aber dis zuden letzten paar Jahren noch so sehr Kind gewesen, und von demjungen Krieger so ganz als Kind behandelt worden, daß nur eine,übrigens blos ihr bemerkbare Veränderung seines Wesens, welchein dem Augenblicke eintrat, da er sie zur Jungfrau herangewach-sen sah — auch in ihrem Inneren Gefühle erweckte, welche diesonstige schwesterliche Liebe überstiegen. Dies; Alles blieb aber,mit Ausnahme der beiden Betheiligten, für alle anderen Familien-gliedcr noch tiefes Geheimnis;, da diese Beider Verhältnis; nurvon dem einfache», klaren, bisherigen Gesichtspunkte anfsaßten.
Nach einer halben Stunde gelang cs Mrs. Willonghby, alleUnruhe in Mands Herzen zu besänftigen, und die ganze Familiemachte sich nun nach der Kapelle ans den Weg.
Michael hatte trotzdem, daß er vor Mr. Woods Religiositätkeine sonderliche Ehrfurcht hatte, das Amt des Küsters und Todtcn-gräbers übernommen, welch' letzteres er einzig und allein der Ge-schicklichkeit verdankte, mit welcher er den Spaten zu handhabenverstand. Mit einem Zweige dieses Dienstes betraut, bestand erdarauf, auch die übrigen ansznsüllcn, und cs war manchmal ko-misch anznsehen, wie der ehrliche Bursche, so lange er währenddes Gottesdienstes in der Kapelle beschäftigt war, sich eines sei-ner Ohren förmlich mit dem Daumen verstopfte, um die Ketzereiso viel als möglich von sich fern zu halten, während er seinenzeitlichen Verpflichtungen, oder was er dafür hielt — nachkam.Unter seine Dicnstregelu gehörte auch die, nickt eher die Glockezu ziehe», als bis er Mrs. Willonghby mit ihren Töchtern demGotteshanse gehörig nahe sah, was zwischen ihm und dem, wennauch nicht himmlisch, so doch demagogisch gesinnten Ivel Stridesmehr als einmal lebhaften Streit veranlaßte. Auch dießmal giug'snicht ganz ohne Wortwechsel ab.
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