„Ach, das war ein Scherz, thcucrste Mand. Es war nichtSache der Uel'erlcgnng, wie der Name dieser Schärpe."
„O, anch ein Scherz kann trotz einem Morde überdacht sein,nnd letztere fallen häufig vor, wie dn weißt. Bei mir ist's Nichts,als ein verlängerter Scherz."
„Sag' mir, weiß meine Matter — weiß Beulah, wer dieseSchärpe gemacht hat?"
„Wie hätte ich sie sonst sticken können, Bob? Glaubst du, ichsei gleich einem romantischen Dämchen, das ein unbedeutendesGeheimnis; vor den neugierigen Blicken ihrer verfolgenden Freundezu verbergen hat — in die Wälder ausgezogen, um dort alleinzn arbeiten ?"
„Ich weiß nicht, was ich dachte — weiß kaum, was ich jetztdenke. Aber meine Mutter — weiß sie um diesen Namen?"
Mand crröthete bis unter die Stirne; doch die Gewohnheitder Wahrheitsliebe war bei ihr so stark, daß sic verneinend dasKöpfchen schüttelte.
„Und Benlah auch nicht? Sie würde gewiß kein „Meredith"geduldet haben, wo „Willoughby" hätte stehen sollen."
„Benlah ebensowenig, Major Willoughby." — Diesen Namensprach sie mit affektirtcr Ehrfurcht. — „Die Ehre der Willough-by s ist so vor jedem Makel bewahrt, und'aller Tadel fällt ansdie arme Mand Meredith."
„Dn liebst den Namen Willoughby nicht, nnd willst ihn inZukunft ablegen. — Ich habe in deinen letzten Briefen bemerkt,daß dn dich blos „Mand" nnterzeichnctest, doch diesen Grundkonnte ich nie zuvor ahnen."
„Wer wird sich anch fortwährend einen unrechtmäßigen Besitzanmaßen? Willoughby ist nicht mein gesetzlicher Name, nnd baldwerde ich zn gesetzlichen Handlungen berufen werden. ErinnernSie sich, Mr. Robert Willoughby, ich bin jetzt zwanzig; wenn csauf Pfunde, Schillinge und Pence ankommt, da darf ich keinen