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freier athmen läßt, und meine Dankbarkeit hat sich nun wieder indoppeltem Maaße eingestellt. Dich, Mand, muß ich z» meinem Be-dauern der Lässigkeit beschuldigen — nicht ein einziges Geschenk,das ich deinem Fleiße oder deiner Aufmerksamkeit verdankte!"
„Ist das möglich!" rief der Kapitän, der eben Wasser in denThcekessel goß. „Mand hätte ich am allerwenigsten einer derartigenVernachlässigung für fähig gehalten; ich versichere dich, Bvb, vonuns Allen hört Niemand die Nachrichten von deiner Beförderungund deinem sonstigen Thun und Treiben mit mehr Interesse als sie."
Mand selbst gab keine Antwort. Sie blickte auf die Seite —nur ihre Schwester, meinte sie, könne sich den Grund dieser Bewe-gung denken, nur sie könne ahnen, warum ihre Wangen mit sotiefer Röthe übergoffen waren. Aber Mand traute, bei ihrer eigenenEmpfänglichkeit, der Schwester weit mehr Ahnnngsvermögen zu,als jenes einfache, aufrichtige Natnrkind wirklich besaß. Bculah warso sehr daran gewöhnt, Robert und Mand als förmliche Geschwisterzu betrachten, daß sogar die leisten Vorgänge ihre Meinung wedergeändert, noch ihren Gedanken eine neue Richtung gegeben hatten.
In diesem Augenblicke kam Farrel zurück und stellte das Körb-chen auf die Bank neben seinen Herrn.
„Nun, thenerste Mutter, und ihr, liebe Mädchen" (der Majorgebrauchte seit neuerer Zeit nicht mehr das Wort „Schwestern" zurAnrede an beide junge Damen) — „nun, thenerste Mutter, undihr, liebe Mädchen, soll jede ihren gebührenden Antheil meinesDankes erhalten. Zuerst aber muß ich meine eigene Unwürdigkeiteingestehen und bekennen, daß ich all' die freundliche Aufmerksam-keit, die mir in diesen verschiedenartigen Geschenken erwiesenwurde, nicht halb verdiene — und nun wollen wir zu de» ein-zelnen Gegenständen übergehen."
Der Major packte alle einzelnen Artikel aus dem Körbchen;auf jedem waren die beiden Worte „Mutter" oder „Benlah" anf-geheftet, nirgends aber fand sich ein Zeichen, daß feine jüngere