„Ist das aber auch thnnlich?" fragte die Mutter, welche sichfür Alles, was ihre Kinder betraf, iuteressirte. „Geht das an,Mr. Woods? — Kann mau eine» Titel heute falle» lassen undmorgeu wieder an sich ziehen? — Was glaubst du, Robert?"
„Ich glaube ja, theure Mutter. Er hört nicht auf zu beste-hen. so lauge noch ein Erbe vorhanden ist, und meines VatersAbneigung dagegen ist keinen Falls bindend für mich."
„O, in dem Falle wird also Alles noch zum Guten enden;ich mochte nur, da dein Vater des Titels nicht bedarf, daß duihn seht schon führen könntest."
Mrs. Willonghby sagte dieß mit der zufriedensten Miene vonder Welt, wie wenn sie für sich selbst kein Interesse an der Sachehätte, und damit war die Sache für jetzt abgemacht. Es war nichtleicht, einen Gegenstand zur Sprache zu bringen, der ihre Familiebetraf, ohne daß ihr Herz dabei de» Ansschlag gegeben hätte. ImJahre unseres Herrn 1775 war eine Baronctsstelle in der KolonieNew-Ivrk ein bedeutender Titel, und verlieh ihrem Besitzer weit mehrGewicht, als dieß in England der Fall gewesen wäre. Im Südengab es schon mehrere Baroncts; in Ncw-Iork aber blos einen, und„Sir John" war daselbst eben so gut bekannt, wie Lord Nockinghamin England, oder wie später la Fayette in Amerika den Leuten als„der Margnis" geläufig war. Unter solchen Umständen mochte eseine gewöhnliche Frau kein geringes Opfer kosten, den stolzen Titel„Mylady" anfzngcbcn: unsere Matrone brachte aber das Opfer ohneMühe, ohne Bedauern — sie dachte nicht einmal daran. DieselbeHingebung, welche sie bei ihrer Abgeschlossenheit oon der Welt, inder Wildniß, in der sie wohnten, so glücklich machte, verdrängteauch alle andern Gefühle, und lies; keinen Raum in ihr für solcheEitelkeiten. Das Gespräch nahm eine andere Wendung, und es warjetzt allgemein angenommen, daß „Sir Hngh" nicht „Sir Hngh"sein, und daß „Sir Robert" seine Zeit erwarten sollte.
„Wie bist du mit dem Tuscarvra znsammengetroffen, Bob?"