Erstes Kapitel.
Dom alten Eichbaum die Früchte fallenUnd liegen auf frostigem Grunde:
„Was soll nur gescheh'n mit den Eichen allen?"
Hört flüstern ihr in der RundeVon zarten Stimmen, die süß erklingen.
Wie Blumenhäupter vom Zephyr gewiegt,Grashüpfer rasch in die Höhe springenUnd der Käfer summend am Boden liegt.
Mrs. Sela Smith.
Aas allgemeine Urtheil über die amerikanischen Landschaftenist ein vielfach irriges. Die Größe der Seen, die Länge nndBreite der Ströme, die tiefe Abgeschiedenheit der Wälder und diescheinbar gränzcnlose Ausdehnung der Steppen hat die Welt ver-leitet, mit den Schauplätzen Amerika's einen Eindruck vvn Groß-artigkeit zu verbinden, welchen die Wirklichkeit nur selten reali-sirt. Wenigstens wird der Theil des amerikanischen Festlandes,welcher dem angelsächsischen Stamme in die Hände fiel, diese Be-zeichnung sehr selten verdienen, nnd wenn je, so sind es mehr Neben-eigenschaften, wie bei den Wäldern die unermeßliche Ausdehnung —als die natürliche Gestaltung des Landes, welche dieselbe rechtferti-gen. Wer freilich an die schauerliche Erhabenheit der Alpen, an diesanftere, dabei aber doch wilde Schönheit der italienischen Seen,oder an den hohen Zauber der Küsten des Mittelmcercs gewöhntist, dem wird unser Vaterland im Ganzen nur allzu zahm unduninteressant erscheinen, wenn es gleich einzelne Ausnahmen anfzu-wcisen hat, wo sich die Reize der Natur bis zur Lieblichkeit steigern.
Unter diese Ausnahmen gehört zum Beispiel der größere Theildes im Winkel zwischen dem Mohawk nnd Hudson gelegenen Land-striches, der sich südwärts bis zu der Gränze von Pennsylvanienoder noch drüber hinaus — gegen Westen aber bis zu dem Rande
Wyandotte. t