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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
567
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bracht, daß sich der Mann blutwenig darum kümmerte, ob Freundoder Feind durch seinen Schuß getödtet wurde, so lange er sichnur an die militärischen Gebräuche und innerhalb der geheiligtenGränzen der Kriegsgesctze gehalten hatte. Manual lebte übri-gens noch gerade so lange, um den Burschen für seine That zuloben, und starb mitten in einer an Borroughcliffe gerichtetenLobrede, über die hohe Stufe der Vollendung, auf die er seinKommando gebracht hatte!

Ungefähr ein Jahr vor diesem traurigen Ereigniß war eineViertelstonne Wein von der Südseite der Insel Madeira bestelltworden; in dem Hafen von Neu-Orleaus aufgchalten wahr-scheinlich um das ersehnte Getränk so lang als möglich unter derSonne seines Mutterlandes zu lassen hatte dasselbe endlich,gerade bei Manuals Tod, den weiten Weg durch die Stromschnel-len des Mississippi und Ohio heraufgefunden, und nach dem früh-zeitigen Hingange seines Freundes dem Major Borroughcliffe da-durch die Nothwendigkeit auferlegt, für diese köstliche Reliquieihres beiderseitigen Geschmacks in eigener Person Sorge zu tra-gen. So erbat er sich denn von seinem Vorgesetzten einen länge-ren Urlaub in der löblichen Absicht, die Ströme hinabzuschwim-men und den weiteren Transport unter seinen eigenen Augen vorsich gehen zu lassen.

Die Folge seines Eifers war ein hitziges Fieber, das ihn schonden Tag nach Empfang seines Schatzes befiel, und da der Arztund der Major in der Behandlung einer in solchem Klima höchstgefährlichen Krankheit ganz verschiedenen Theorien huldigten, in-dem Erstercr Enthaltsamkeit anempfahl, Letzterer dagegen durchden häufigen Genuß des Labsals, das ihn so weit von seiner Hei-ni ath weggelockt hatte, sich zu knriren suchte so war die Krank-heit dadurch ganz ihrem eigenen Belieben überlassen. Nach dreiTagen war Borroughcliffe eine Leiche. Er wurde zurückgeführt,und an der Seite seines Freundes in derselben Hütte beigesetzt,