Griffith verbeugte sich ehrerbietig aber schweigend, und derAndere deutete mit der Hand verächtlich gegen das Land.
„Hatte ich nur die Hälfte vvn der Seemacht dieser entartetenRepublik," fuhr er fvrt, „dann sollte selbst der Stolzeste unterjenen hochmnthigen Insulanern auf seinem festen Schlosse erzitternund mit Schrecken erkennen, daß vor einem Feinde, der seinereigenen Stärke vertrant und der Schwäche seines Gegners sichbewußt ist, an keinem Orte ans Sicherheit gerechnet werden kann!Hier aber," murmelte er mit leiser, heftiger Stimme, „gincssgerade wie mit Liverpool und — mit Whitehavcn — mit Edin-burgh und fünfzig anderen Unternehmungen! es ist vorüber, Sir;drum laßt es auch vergessen sein."
Ohne die verwunderte Menge zu beachten, welche sich alsneugierige Zuschauer um den Scheidenden versammelt hatte, machteder Fremde eine hastige Bewegung gegen Griffith und sprang indas Boot; dort stellte er augenblicklich das leichte Segel, undbewies auch hiebei die Gewandtheit eines Mannes, der mit dengeringsten Details seines waghalsigen Berufs aufs Innigste ver-trau: ist. Noch einmal, als das Boot rasch von dem Kutter weg-schoß, winkte er mit der Hand znm Abschiede gegen Griffith, unddieser glaubte, trop der Entfernung, über seine ruhigen Züge einenaugenblicklichen Strahl, gleich dem Lächeln bitterer Resignation,hinziehen zu sehen.
Lange Zeit stand der junge Mann auf dem Verdeck und starrtein tiefer Zerstreuung dem einsame» Wanderer nach, dessen kleinesBoot in den offenen Occan hinansstenerte, und erst als der ferne,dunkle Punkt in dem Glntstrome sich verlor, welchen die nnter-gchcnde Sonne in schiefen Strahlen über das Wasser hinüberwarf— erwachte er wieder ans seinen Träumen und befahl, die Vor-dersegel der Alacrit» zu entfalten, um das Schiff aufs Nene inGang zn bringen.
Während der Kutter sich langsam dem befreundeten Hafen