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„Wir haben mannhaft die volle Lage eines Neunzigers ans-gehalten," bemerkte der Lootse gefaßt, „und werden deßhalb wohlvon der Breitseite eines Zweinnddreißigers nicht znrnckbeben."
„An enre Kanonen, ihr Leute!" befahl Griffith dnrch seinSprachrohr — „doch nicht ein Schuß fällt ohne Ordre."
Kanin war diese so nöthige Warnung, welche allein die Hitzeder Seeleute znrückznhalten vermocllte, ausgesprochen, als ihr Feindplötzlich in Flammenschichten und Wolken von Ranch cingehnllt er-schien, und Kanone auf Kanone in rascher Folge ihre eisernen Ge-schosse ans die Fregatte herüberschlenderte. So mochten zehn Minu-ten vergangen sein, während die beiden Schiffe mit jedem Augen-blicke einander näher ruckten — die Amerikaner waren die ganze Zeitüber genöthigt, das Feuer ihres Gegners ruhig ansznhalten, ohnenur einen einzigen Schuß zu erwiedern: Todtenstille herrschte aufihrem Schiffe während dieses kurzen Zwischenraums, der den un-geduldigen Seeleuten ein ganzes Jahrhundert dünkte. Selbst dieVerwundeten und Sterbenden, welche überall ans allen Theileu desSchiffes niedersanken, erstickten ihre Seufzer unter dem Einflüssejener eisernen Mannszncht, welche jedem einzelnen Matrosen, jederBewegung des Schiffes einen gemeinsamen Charakter ansdrückt;wer von den Offizieren zu sprechen hatte, that dies; nur leise undin dem Tone der Entschlossenheit und Fassung. Endlich drangdas Schiff in den Gürtel von Ranch, der seinen Feind verhüllte,und Grisfith hörte den Mann an seiner Seite das einzige Wört-chen — „Jetzt!" — flüstern.
„Jetzt! gebt's ihnen!" donnerte Griffith mit einer Stimme,die m den entferntesten Theileu des Schiffes wiederhallte.
Lautes Frendengeschrei ertönte von den Matrosen und säuen dieVerdecke des Schiffs cmporlnpfen zu wollen — erschrocken bebtedie Fregatte wie Espenlaub vor dem Gebrüll ihrer eigenen Ge-schntzsalve, denn auf den längst erwarteten Kommandvrnf hattendie Seeleute in ihrer Kampsbegierde die gewöhnliche Orbnung