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Gefangenschaft. - Ich habe die schon gesagt, Alice, daß dießmein letzter Besuch ans der Insel, also auch die letzte unsererZusammenkünfte sein kann —"
„Und doch," sprach Alice, in ihrem eigenen Jdcengange fort-fahrend, „kann kein Unrecht darin liegen, wenn wir Menschenblutzu schonen suchen, am wenigsten aber, wenn wir Denen dienen,welche wir lange gekannt und verehrt haben!"
„Ja, das ist eine sehr einfache Lehre und leicht zu beweisen!"fuhr der Lootse scheinbar mit großer Gleichgültigkeit fort; „unddoch konntest du vielleicht deinem Könige einige seiner Diener amLeben erhalten, wenn auch die Liste seiner nichtswürdigen Lieb-linge noch so groß sei» mag!"
„In der Abtei wohnte in letzter Zeit ein gewisser Dillon,"fuhr Alice fort; „dieser war plötzlich auf eine räthselhafte Weiseverschwunden oder vielmehr von deinen Gefährten gefangen ge-nommen worden; weißt du vielleicht etwas von ihm, John?"
„Ich hörte von einem Schurken dieses Namens, habe ihnaber niemals gesehen. — Wenn es denn des Himmels Willensein sollte, Alice, daß dieß das letzte Mal —"
„Er war als Gefangener auf dem Schooncr, welcher denNamen Ariel führte," sprach Alice, ohne die verstellte Gleichgül-tigkeit des Andern zu beachten, „und erhielt die Erlaubniß, vonda nach St. Ruth zurückzukehren, vergaß aber, um seine boshafteRache zu befriedigen, sein feierliches Versprechen und sein verpfän-detes Ehrenwort. Statt, wie er gelobt hatte, eine Auswechslungder Gefangenen zu bewirken, spann er Verrath gegen seine Sieger— ja, ja, es war nichts anderes, als der niederträchtigste Verrath!denn auf dem Schiffe hatte er die grvßmüthigste, freundlichste Be-handlung genossen, und seine Freiheit im Falle einer glücklichenUnterhandlung war so gut wie sicher."
„Er war ein elender, niederträchtiger Schurke! — Doch,Alice-«