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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
462
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Dreißigstes Kapitel.

Ein Häuptling aus des Hochlands ReichNuft:Fährmann, rasch gewähre!

Ein Silbcrpfund ged' ich sogleich.

Bringst du mich durch die Fähre."

Lord Ullind Tochter.

Acin Wölkchen hatte sich den Tag über am Himmel gezeigt;ein trockener, schneidender Wind hatte geherrscht, und Tausendevon Sternen flimmerten hell durch die kalte Nachtlnft hernieder.Sobald daher das Auge mehr an die Veränderung der Helle ge-wöhnt war, vermochte es auch allmählig, die Gegenstände rings-um deutlicher zu unterscheiden. An der Spitze der Kolonne, welcheden engen Fußpfad beinahe seiner ganzen Länge nach einnahm,marschirte ein Peloton der Marinetrnppcn in dem festen, regel-mäßigen Schritte wohlgeübter Krieger. Ihnen folgte in geringerEntfernung ein großer, regelloser Hanfe schwerbewaffneter Matro-sen, deren Hang zu roher Lust und Unordnung, vhnedieß am festenLande immer stärker, als auf der Fregatte, durch die Anwesenheitund die strengen Verweise ihrer Offiziere nur mit Mühe bezähmtwerden konnte. In der Mitte dieser wirren Masse befanden sichsämmtliche Gefangene von niederem Rang, wurden aber vonder seemännische» Bedeckung nur in so fern beachtet, als sie ihrzur Zielscheibe ihrer Scherze und zahllosen schlechten Witze dienten.

Eine Strecke weit hinter diesen gingen Obrist Howard undBorronghcliffe Arm in Arm; beide waren von sehr bitteren Ge-fühlen bewegt, und beobachteten ein strenges, würdevolles Still-schweigen. Hinter ihnen, und so nahe als möglich an ihren Oheimangeschlossen, kam Miß Howard, ans Alice Dnnscombe's Arm sichstützend, umringt von der weiblichen Dienerschaft von St. Ruth.Im Schatten dieser Gruppe zeigte sich, allein und leichten elasti-