jugendliche Herrin von Sl. Null) durch die einsamen Gemächerdes Herrenhauses und lauschte schweigend ans die milden, frommenTrostesworte ihrer Gefährtin. Nur zuweilen machte sie dem tief-gekränkten Herzen in einzelnen Ausdrücken Luft, die sie nicht zuunterdrücke» vermochte, und dann gab sie wieder ganz ruhigihren Mädchen die nöthigcn Befehle, gerade als ob der beabsich-tigte Schritt durchaus nichts Besonderes an sich hätte.
Während dieser ganzen Zeit verweilten die Männer in derschon oben bezcichncten Speisehalle. Der Lootse schien durch das,was er bereits gethan, befriedigt, und lehnte wieder in seinerfrüheren Stellung an der Wand, wobei jedoch seine Angen jedeBewegung, jede getroffene Vorkehrung so scharf beobachteten, daßman deutlich erkennen konnte, wie er eigentlich die Seele des Gan-zen war. Griffith hatte übrigens dem Anschein nach den Oberbefehlwieder übernommen, und die geschäftigen Seeleute wandten sichallein an ihn, um die erforderlichen Befehle zu empfangen.
Auf diese Art war eine Stunde verstrichen, als endlich Cäcilieund Katharina, eine nach der andern, in einem für die Abreisepassenden Kostüme erschienen. Sämmtliches Gepäck war bereitsdem Unteroffizier einer Abtheilung der Marinetrnppen übergebenworden, und so ertheilte Griffith den gewöhnlichen Befehl, welcherdas Ganze in Marsch setzte. Noch einmal erklang die gellende,durchdringende Bootsmannspfeife in den Gängen und Gemächernder Abtei, »nd dann ertönte der tiefe, heisere Ruf:
„Fort mit euch, ihr Landratten! marsch fort mit den Enteren,!Vorwärts, rasch vorwärts, ihr Seehunde!"
Diesem sonderbaren Befehle folgte das Wirbeln der Trommelnund der Klang einer Pfeife von außen; der ganze Hanfe verließdas Gebäude in der vonKapitän Manual, dem Generalfeldmarschalldes kleinen Heeres, znm Voraus schon bestimmten Marschordnung.
Der Lootse hatte seinen Ueberfall mit solcher Geschicklichkeitund Heimlichkeit eingeleitet, daß alle Personen in der Abtei, Männer