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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
459
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mühsam versuchten Lachen beantwortet, das die Verwirrung seinerGefühle genugsam beurkundete. Doch gelang cs de» Beiden, ihreänßere Ruhe so weit zu behaupten, daß sie die ferneren Schritteihrer Sieger mit der gebührenden Gelassenheit betrachten konnten.

Der Obrist wies kalt nnd standhaft jede Annäherung seinerNichte zurück, so daß diese sich endlich geduldig in seinen Willenfügte, nnd für den Augenblick die Hoffnung aufgab, ihn zumBewußtsein seiner Ungerechtigkeit zu bringen. Dafür beschäftigtesie sich mit allem Eifer mit den Anordnungen, welche die Aus-führung ihres einmal ausgesprochenen Entschlusses nöthig machten,und bei diesem unerwarteten Geschäft fand sie eine gewandte undwillige Gehilfin an ihrer Cousine Katharina.

Diese, einen ähnlichen Fall, wie den gegenwärtigen, vorher-sehend, hatte schon längst insgeheim und ohne CäcilienS Wissen,alle nöthigen Vorbereitungen getroffen, um jede» Augenblick dieplötzliche Flucht aus der Abtei antreten zu können. In Begleitungihres Geliebten, welcher wohl einsah, daß der Plan des Lootsenseine eigenen Absichten zu fördern versprach, nnd darum für's Bestehielt, seinen Streit mit diesem geheimnißvollcn Wesen zu vergessen,beeilte sie sich, für das Unterbringcn all' der Gegenstände zu sor-gen, welche sie schon zum Voraus bereit gehalten hatte. Barnstablennd Merry folgten seelenvcrgnügt ihren munteren Schritten durchdie engen, finsteren Gänge der Abtei; Erstcrer lobte dabei unauf-hörlich ihren Witz, ihre Schönheit und all' ihre mannigfaltigenTugenden; der Kadet dagegen lachte laut und machte in der Freudeseines Herzens die tollsten Possen, wie man sie einem Knaben vonseinen Jahren und seinerUnbesonnenheit nach einer solchen Schreckens-sccne gewiß nicht übel nehmen konnte.

Es war ein Glück für ihre Cousine, daß Katharina ihre Vor-sicht schon vorher so weit getrieben hatte: denn Cäcilie HowardsAufmerksamkeit war viel mehr auf ihres Oheims als auf ihre eigenenBedürfnisse gerichtet. Von Alice Duuscombe begleitet, ging die