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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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einem Arm die Gestalt seiner Geliebten umfaßt, während er mitdem andern die bloße Waffe schwang n»d das überraschende, gebiete-rische Auftreten des Lootsen mit wildem Hvhngelächter erwiederte.

Und wer ist es denn," rief er,der mir solch' einen Befehlzn geben wagt?"

Die Angen des Lootsen flammten in furchtbarem Feuer; wildeGlut schien sein ganzes Wesen zn erfassen, und seine Gestaltzitterte vor Zorn. Doch plötzlich mit gewaltiger Anstrengungdiesen Ausbruch der Leidenschaft unterdrückend, antwortete er mitstolzem Nachdruck:

Einer, der das Recht zn befehlen hat und will, daß ihmgehorcht werde!"

Die ungewöhnliche Weise des Sprechers, so wie seine befrem-dende Versicherung machten einen solchen Eindruck ans Barnstable,daß er unwillkürlich seine Waffe mit einer Miene senkte, dieman leicht als Unterwürfigkeit hätte deuten können. Noch einenAugenblick hielt der Lvvtse seine glühenden Blicke ans ihn geheftet;dann wandte er sich in milderem Tone an seine übrigen Zuhörer.

Wir sind allerdings nicht als Räuber hier eingefallen," spracher,und eben so wenig ist cs unser Wunsch, gegen Alter undHilflosigkeit mit nnnöthiger Strenge zn verfahren. Dieser Offi-zier der Krone aber, und hier dieser abtrünnige Amerikaner ins-besondere, sind nach alle» Regeln des Kriegsrechts unsere Gefan-genen, und müssen als solche ans die Fregatte gebracht werden."

Und der Hauptzweck unserer Unternehmung?" fragte Griffith.

Ist vereitelt, Sir," antwortete der Lootse hastig,und einemPrivatinteresse aufgeopfert; gleich hundert anderen endet auchdieser Plan mit einer Täuschung, und wird vergessen werden fürimmer. Aber der Vorthcil der vereinigten Staaten darf wenig-stens nicht vernachlässigt werden, Mr. Griffith. Dürfen wir auchdas Leben dieser tapfer» Bursche nicht unnützer Weise in Gefahrbringen, um von der Einen dieser jugendlichen Schönheiten ein