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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
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Ich weiß nicht, ob nicht auch Mr. Grifstth de» gleichen Ver-dacht zu tragen gehabt hätte, wäre er der betrogene Kommandantund dn sein Gefangener gewesen," antwortete Katharina!Dnglaubst gar nicht, wie eifrig wir Beide die Kriegsgebränche stndirtheben, und mit welch' gräßlichen Bildern von Geißeln, Wieder-vergeltnng und militärischen Exekutionen unsere Herzen erfülltweren! Doch jetzt ist mir ein ganzer Berg von der Brust gewälzt,und fast mochte ich sagen, nun erst bin ich bereit, mit dir ver-eint durch das Thal des Lebens hinzuwandeln."

Das ist auch ein ganz vernünftiger Entschluß, meine guteKalharina, und Gott möge dich dafür segnen; dein Begleiter istvielleicht nicht so gut, als du es verdienst, doch sollst dn ihn jedenfallseifrig bemüht sehen, sich deinen Beifall zu erwerben. Jetzt lasstuns aber über die Mittel zur Erreichung unseres Zieles nachsinnen."

Darin gerade liegt eine von den Schwierigkeiten, von denenich schon mit dir gesprochen. Griffith wird nämlich, wie ich sehrfurchte, Cäcilien nicht znm zweiten Male gegen ihre ihrenun, wie soll ich's den» nennen, Barnstable ihre Laune oderihr reifes Urtheil? zur Flucht bewegen können. Cäcilie wirdniemals darein willigen, ihren Oheim z» verlassen, und ich habenicht den Muth, vor de» Augen der Welt von meiner armenCousine mich zu trennen, selbst wenn es gilt, mich unter HerrnRichard Barnstable's Schutz zu begeben!"

Kommt das wirklich von Herzen, Katharina?"

Wenn auch nicht ganz auf's Haar doch beinahe."

Dann bin ich grausam getäuscht! Ja, wahrlich, es ist leich-ter, ohne Karte oder Kompaß seinen Weg auf dem spurlosenOcean zu suchen, als sich in den labyrinthischen Irrgänger, einesWeiberherzens zurecht zu finden!"

Warum nicht gar, dn thörichter Mensch vergißst d» dennganz, daß ich klein bi» und mein Kopf deßhalb meinem Herzen sonahe ist, ach, nur allzu nahe, furcht' ich, für die Besonnenheit