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Lieutenants mit ehrfurchtsvoller Bewunderung betrachtet; durchseine Güte und Freundlichkeit in Zeiten deS Frohsinns und heiterenScherzes fühlte er sich mit inniger Ergebenheit zu ihm hingczvgen;dießmal aber saß er viele Minuten lang in tiefem Schweigen, nndbetrachtete seinen Offizier mit einem Gefühle, das nahezu mitscheuer Furcht verwandt war.
Bang nnd hart war der innere Kampf in Barnstable'S Brust:doch endlich hatte die Leidenschaft ansgctobt, und Ruhe folgte aufdie Erschütterung. Als er sich von dem Felsen erhob nnd dieHände vom Gesichte wegzog, war sein Auge streng und stolz, dieStirne leicht gerunzelt, und seine Stimme so rauh, daß sein Ge-fährte davor znrückschreckte.
„Kommt, Sir," begann er; „was zaudern wir hier in eitlemMüssiggange? Blicken nicht jene arme» Bursche dort drüben aufuns, nnd erwarten von uns Rath nnd Befehl in dieser Noth?Fort, fort, Mr. Merry; jetzt ist'S nicht an der Zeit, .mit EuremDolche Figuren in den Sand zu graben; die Flut muß bald wie-der cintreten, und dann werden wir froh sein, wenn wir unsereHäupter in irgend einer Höhle zwischen diesen Felsen bergen können.Wir müssen uns rühren, Sir, so lange noch die Sonne scheint,müsse» Lebensmittel nnd Waffen genug znsammenbringen, um denHunger ans unseren Eingeweiden, nnd den Feind von unsererNähe fern zu halten, bis es uns gelingt, wieder flott zu werden."
Der unerfahrene Knabe, der die Gegenwirkung der Leiden-schaften bis jetzt noch nicht zu würdigen gelernt hatte, fuhr ver-wundert von seinem Sitze empor, als er diese unerwartete Mah-nung an seine Pflicht vernahm, und folgte Barnstable zu der fernenGruppe der Matrosen. Der Lieutenant fühlte augenblicklich, wiesein Stolz ihn zu einer Ungerechtigkeit verleitet hatte, mäßigtealSbald seine heftigen Schritte, und setzte die Rede in milderemTone fort, der, wenn auch noch immer von düsterer Trauer nm-schattet, welche nur die Zeit ganz zu entfernen im Stande war —