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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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und nichts furchten, wie nufer guter Tom so oft sich ansdrückte.Ich mar damals ein loser Bube, hatte einen alten Vater, einegütige Mutter verlassen er that für mich, was weder Vaternoch Mutter in meiner Lage hätten thnn können er ersetzte mirBeide ans dem weiten Oeean! Stunden, Tage, Monate sogarbrachte er damit zu, mich in den Verrichtungen unserer Kunst zuunterweisen, und jetzt, da ich Mann geworden, folgte er mir vonSchiss zu Schiff, von Meer zu Meere, und verlies; mich mir, umda zu sterben, wo ich selbst hätte sterben sollen als ob er gefühlthätte, wie schmählich es sei, den armen Ariel seinem Schicksalganz allein zu überlassen!"

Nein nein nein das war nur sein abergläubischerStolz!" fiel Mcrry ein und schwieg, denn er sah Barnstable'sHaupt in dessen beide Hände niedersinken, wie wenn er eine tiefeBewegung verbergen wollte; so saß der Knabe in ehrerbietigemSchweigen, und wartete, bis der Schmerz, den sein Offizier ver-gebens zu unterdrücken strebte, bei diesem ansgekämpft habenwürde. Voll Thcilnahme fühlte auch er die eigenen Nerven er-zittern, als er Barnstable's Gestalt vom Fieber geschüttelt sal>und der Lieutenant konnte wohl schwerlich eine größere Erleich-terung in fick fühlen, als der Kadet sie empfand, während schwereThränentropfen über Barnstable's Finger hinrieseltcn und auf denSand zu seinen Füßen niederfielen. Ihnen folgte ein heftiger Aus-bruch inneren Seelenleidcns, wie man cs auf der Mittagshöhedes Lebens nur selten empfindet, das aber, wenn es einmal denStolz des Mannes gebrochen, der bis dahin die Wechselfälle desLebens mit dem seinem Geschlechte und Charakter eigenen trotzigenMnthe niedergernngen, dann auch jede Schranke nicderreißt und,einem wilden Strome gleich, alle künstlichen Schntzwehrcn wcg-znschwemmen scheint, welche Gewohnheit und Erziehung zur Si-cherung des männlichen Stolzes aufgerichtet haben. Merry hatteoft in Augenblicken der Gefahr die strenge, gebietende Miene desDer Lvotse. 25