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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
324
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war Dillon genöthigt, mir auf die rasch einander folgenden Fra-gen seines ehrwürdigen Verwandten zn hören, die er alle miteiner klugen Zurückhaltung beantwortete, in welcher ihn wohl dieAnwesenheit des Schalnppenführers nicht wenig bestärken mochte.

Tom stand mit unbeschreiblicher Ruhe auf seine Harpune ge-lehnt, und beschaute sich mit einem sonderbaren Gemisch von Stau-nen und Verachtung die Einrichtung und die Geräthschaften desZimmers, des glänzendsten, welches er je in seinem Leben gesehenhatte.

Borronghcliffe indessen benützte, zwar höchst ungebührlicherWeise, die Abwesenheit des Mannes, der ihm noch kaum vorherso wacker Gesellschaft geleistet hatte, und stürzte einen Becher nachdem andern hinunter, wie wenn seit der Desertion des Veteranengleichsam eine gedoppelte Pflicht ans seinen Schultern lastete.Daß dieser unterdessen mit Dillon in ein geheimes Gespräch ver-wickelt war, das nach und nach immer wichtiger und anziehenderzu werden schien und Beide zuletzt nach einer fernen Ecke desZimmers zog bekümmerte ihn nur sehr wenig: dagegen kehrtesein Blick, so oft er ihn von dem funkelnden Roth seiner Flasche ab-wenden konnte, immer wieder mit unverholener Bewunderung zudem Schalnppenführer zurück, dessen Länge er Zoll für Zoll inseinen Gedanken abmaß, und dessen Gestalt und Gliedcrbau aller-dings für das Auge eines Wcrbeoffiziers zahllose Anhaltspunktedes Staunens darbot. Von dieser doppelt angenehmen Unterhal-tung wurde der Kapitän indessen nach kurzer Frist abgerissen, uman der Berathnng seiner Freunde Theil zn nehmen.

Der Obrist ersparte in seinem Eifer dem thenren Vetter dasunangenehme Geschäft, das listige Mährchcn, womit dieser seinenVerwandten zn hintergchen für nöthig gefunden, noch einmal znwiederholen. Der Veteran löste seine Aufgabe auf eine Art, daßdie Verräthereiseines Verwandten denAnschein einer gerechtenKriegs-list und eines unerschütterlichen Eifers für die Sache seines Fürsten