Druckschrift 
5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
238
Einzelbild herunterladen
 

238

ermahnte, während der Lootse das-Hans rekognoscirte, für

seine eigene Person die Abtei ja reckt gcnan zn nntersnchen. Ge-rade dieses heftige Verlangen, den erhaltenen Auftrag zn vollzie-hen, hatte Griffith mit seinen Begleitern einigermaßen von ihremeigentlichen Pfade abgelcnkt, was zn den theilweise schon bekann-ten Folgen geführt hatte.

Der Abend des nämlicken Tages war die Zeit, welche derLootse zur Ausführung seines Planes festgesetzt hatte, wobei erdarauf rechnete, daß er während der Festlichkeiten, die gewöhnlichauf große Jagden folgten, das auserlesene Wild am besten würdeüberfallen können. Eine frühe Stunde am nächsten Morgen warbezeichnet, wo Barnstable an dem der Abtei zunächst gelegenenPunkte erscheinen und seine Landsleute cinnehmen sollte, um sowenig als möglich bei Tage der Entdeckung von Seiten des Fein-des ansgesept zn sein. Für den Fall, daß seine Freunde zn derbestimmten Stunde nicht einträfen, sollte er auf seinen Schooncrznrückkehren, der in einer geheimen, abgelegenen Bucht, welchernur höchst selten Jemand, weder zn Wasser noch zn Lande, nahekam, wohl geborgen lag.

Während der junge Körnet noch immer nach dem Wallfisch-boote hinschante denn es war wirklich die Mannschaft ans demSchooner, die er vor sich sah verstrich allmählig die Zeit, diefür Griffiths und seiner Genossen Rückkehr festgesetzt war, undBarnstable entschloß sich mit Widerstreben, seiner Instruktion buch-stäblich nachznkommen und seine Freunde ihrem eigenen Scharfsinnund ihrer Gewandtheit zn überlassen, um den Ariel wieder zu er-reichen. Seit Sonnenaufgang lag das Boot dicht am Rande derBrandung, und die Angen der Mannschaft waren ängstlich, wiewohlvergebens, auf die Klippen geheftet, um das Signal zn entdecken,das sie an den Landungsplatz rufen sollte. Schon znin zwanzigstenMale hatte Barnstable nach der Uhr gesehen, und dann jedesmaleinen unzufriedenen, besorgten Blick nach dem Ufer geworfen.