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kalt. „Einst gab es eine Zeit, wo ich sogar nach weit kürzererAbwesenheit mit milderen Worten begrüßt worden wäre."
„Das längnc ied nicht; ich kann, selbst wenn ich wollte,meine Schwäche nicht vor dir verbergen, nnd kanm wünsche ich,daß sie noch länger der Welt verborgen bleibe. Ich habe dicheinst hochgeschätzt — wenn ich dir damals meine Trenc verpfän-dete, wenn ich in meinem vertrauenden Wahne alle höherenPflichte» vergaß, so hat mich Gott durch deine schlimme Thatcnfür die Schwäche genugsam zur Strafe gezogen!"
„Alice, laß uns dieses Zusammensein nicht durch nutzlose,beschuldigende Vorwürfe verbittern," sagte der Fremde, „denn wirhaben noch viel zu besprechen, che du mir den Zweck deines Lic-besganges, der dich in diesem Augenblick in meine Nähe leitete,mittheilen wirst. Ich kenne dich zu gut, Alice, um nicht cinzn-sehen, daß du die Gefahr, in der sch schwebe, ganz erkennst, nndgerne Etwas für meine Rettung unternehmen möchtest. — DeineMutter, lebt sie noch?"
„Sie ist meinem innig geliebten Vater in die Gruft gefolgt,"antwortete Alice, nnd bedeckte das bleiche Antlitz mit beiden Hän-den; „so stehe ich nunmehr ganz allein, denn Er, der mir Alleshätte sein sollen, ward erst treubrüchig an mir selbst nnd dannvollends meines Vertrauens nnwerth."
Der Fremde fühlte sich sonderbar bewegt; sein sonst so ruhigesAuge richtete sich hastig vom Boden zu seiner Gefährtin empor,nnd er begann, mit raschen Schritten das Zimmer zu messen.
„Hier läßt sich vielleicht noch Vieles sagen, noch Mancheserörtern, was du noch nicht weißt," ermiedcrte er endlich. „Ichverließ mein Vaterland, weil ich nichts als Unterdrückung nndUngerechtigkeit daselbst vorsand, und konnte dich bei jenem Schritteunmöglich cinladen, das Weib eines namen- nnd vermögenslosenAbenteurers zu werden. Jetzt aber habe ich eine Gelegenheit, dirmeine Treue zu beweisen. Dn bist allein, sagst du — sei es nicht