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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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einem Schvoner sprach, die man, kanm sechs Meilen von der Ab-tei entfernt, mit furchtbarer Tollkühnheit mitten in die Klippensich habe hereinwage» sehen, und die, wenn nicht Gott in seinerBarmherzigkeit und Gnade über sic gewacht, ohne Zweifel einemhöchst traurigen Loose unterlegen sein müßten? Du weißt rechtgut, wer jene kühnen Seeleute waren, und dennoch vermagst duüber die nämlichen Winde zu scherzen, welche Jenen die höchsteGefahr bringen konnten?"

Jede Spur von Fröhlichkeit war alsbald aus dem Gesichtedes gedankenlos lachenden Mädchens verschwunden, das sich durchdiesen Vorwurf mit einem Male wieder in die Wirklichkeit znrück-gernfen sah. Todtenbläfse bedeckte einen Augenblick lang ihreZüge; in vcrzwciflnngsvoller Angst faltete sie die Hände undheftete die scharfen Blicke ausdrucksvoll ans die glänzenden Sei-denfähnchen, die nun unbeachtet um sie hernmlagen.

In diesem kritischen Augenblicke ging die Zimmerthürc lang-sam auf und Obrist Howard trat mit einer Miene in das Gemach,worin sich ernster Unwille, vermischt mit ritterlicher, ihm völligzur zweiten Natur gewordener Artigkeit höchst drollig ansnahm.

Verzeihung, meine jungen Damen, wenn ich Sie unterbreche,"begann der Veteran;ich hoffe übrigens, der Besuch eines altenMannes in dem Zimmer seiner Mündel soll nie ganz unerwartetkommen!"

Diesen Worten folgte eine tiefe Verbeugung, worauf sich derObrist in der andern Ecke des nämlichen Sopha's niedcrließ, aufdem seine Nichte bereits Platz genommen hatte. Diese war beiseinem Eintritte aufgestandeu und so lange stehen geblieben, bisihr Onkel sich's bequem gemacht hatte.

Mit einem Blick, der nicht ganz frei von Selbstbeschnldignngwar, nahm der Greis, ans die bequeme Einrichtung des Zimmershindeutend, im nämlichen Tone wie zuvor, abermals das Wort:

Nun, an den Mitteln fehlt's euch eben nicht, um jeden Gast