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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
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dem alten Soldaten mit graziöser Förmlichkeit crwiedert wurde,und verließ das Zimmer. Der Wirth, das Gespräch wieder ans-nehmend, wandte sich nnn an seine Gesellschafter.

Wenn diese verteufelten Burschen ihren alten Narren voneinem Kommandanten wirklich überredet haben, am Vorabend einessolchen Sturms sich mit seiner Fregatte in diese Untiefen herein-zuwagen, so muß ihre Lage in der That hoffnungslos sein. Undmöge stets der Vorsehung gerechter Zorn Rebellion und Treulosig-keit ans diese Art bestrafen! Es sollte mich nicht wundern, meineHerren, wenn ich hörte, daß mein Geburtsland unter Erdbebenversunken oder vom Ocean verschlungen worden wäre, so ungeheuerist die Last seiner unverzeihlichen Sünden!Und doch mar's einstolzer, kecker Knabe, der unter den Offizieren jenes Schiffes denzweiten Rang bekleidete! Sein Vater war mir wohlbekannt, undein edler, tapferer Degen war er in der That; gleich meinemeigenen Bruder, dem Vater Cäciliens, hatte er vorgezogen, seinemHerrn ans der See statt auf dem Lande zu dienen. Sein Sohnhat ganz seinen kühnen, hohen Geist, doch leider nicht seineLoyalität geerbt. Und dennoch möchte ich nicht wünschen, daßein solcher Jüngling ertrunken wäre."

Diese Rede, welche, besonders gegen den Schluß hin, einemSelbstgespräche sehr ähnlich sah, hatte keine augenblickliche Erwie-derung zur Folge. Der Offizier hatte unterdessen sein Trinkglasgegen das Licht gehalten, um das herrliche Roth seines Inhaltsz» bewundern, und nippte dann so oft und lange, bis er nichtsmehr als das Helle Licht durch das Glas hindnrchschimmern sah.Ruhig stellte er dann den leeren Becher auf den Tisch, langtenach der gleichsam erröthenden Flasche, und begann mit demgleichgültigen Tone eines Mannes, dessen Gedanken bei einemanderen Gegenstände verweilen:

Ja, ja, Sir,, das ist nur allznwahr; brave Männer sind eineSeltenheit, und man kann, wie Ihr ganz richtig bemerkt, sein