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schien, in völliger Zerstreutheit der Berhandlnng zugchört; gleich-wohl war der Antheil, den er in Wirklichkeit daran genommen,sehr tiefer Art gewesen, und seine Blicke hatten sich manchmal mitaußerordentlichem Ernst ans die Sprechenden geheftet, wie wenn erin ihren Gesichtszügcn eine höhere Bedeutung gesucht hätte, alsdie harmlose Fröhlichkeit des Augenblicks zu zeigen vermochte. BeiKapitän Mnnson war es überhaupt eine Seltenheit, wenn eineMuskel seines runzligen Gesichtes ans der gewohnten Ruhe kam,und besaß er auch nicht genug natürliche Würde, um der unzeiti-gen Fröhlichkeit seiner Offiziere Einhalt zu thnn, so mar er dochviel zu gntmüthig, als daß er sie in ihrem unschuldigen Vergnü-gen hätte stören mögen. Er erklärte seine Zustimmung zu dengetroffenen Anordnungen, und gab dem Hofmeister O einen Wink,worauf dieser das übliche Getränk, mit dem die Berathnngcn ge-wöhnlich geschlossen wurden, zu scrviren begann.
Der Oberbootsman» mochte wohl glauben, beim Trinken müssedieselbe Reihenfolge wie bei der Berathnng beobachtet werde»,denn er griff zuerst nach einem Glase Grog, das selbst noch nachder Mischung seine dunkle Farbe beibehielt, hob es gegen dasLicht und bemerkte:
„Das Schiffsmaffer da hat fast dieselbe Farbe wie der Rumselber; besäße cs nur auch dessen Feuer, was würden wir da nichtfür herzhafte Kerls abgcben! Wie ich sehe, Mr. Griffith, seid IhrWillens, das Schiff zu verlassen, und wieder einmal ein bischenLandlnft einzuschnoppern. Nun, bei der Jugend finde ich's natür-lich, daß sie das Land liebt; doch ich weiß einen Mann — undder bin ich selbst, der Oberbootsman» dieses Schiffs — der heuteNacht so viel Land vor sich gesehen, daß er für das ganze nächsteJahr genug daran hat. Nun, wenn Ihr denn einmal durchausfort wollt, so laßt mich's Euch zntrinken — möge Eure Lau-
*) Der Proviantmeister, wie er auf gewöhnlichen Schiffen genannt wird, erhält aufgrößeren Kriegsschiffen den besonderen Ehrentitel eines .Hofmeisters'. D. U.
Der Lvotse. 7