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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
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Der Tag war hell und glänzend, doch die Sonne zu träge,wie es schien, um sich bis znr Mittagshöhe hindnrchznarbeiten, zogmit etwas südlicher Neigung an dem Himmel dahin, und vermochtedeßhalb kaum, die feuchten Dunste des Oceans mit ihrer ganzeilWärme zu durchdrungen »ud uiederzuschlagen.

Gerade unter dem Wind, ungefähr eine Seemeile von derFregatte entfernt, sah man den Ariel, wie er eben das Signalbeantwortete, welches zu dem obigen Gespräch Veranlassung ge-geben hatte. Zuweilen, wenn er ans dein Kamm einer ungewöhn-lich großen Woge emporstieg, wurde sein niederer schwarzer Rumpfspärlich sichtbar; sein Segelwerk aber, das er im Winde entfaltethatte, war deutlich zu erkennen und schien, so oft das kleine Fahr-zeug zwischen den Wogen dahin rollte, das Wasser beinahe aufbeiden Seiten zu berühren. Manchmal ans Augenblicke verschwander auch gänzlich aus dem Gesicht, und dann sah mau wieder diedünnen Linien seiner schlanken Masten gleichsam ans dem Oceanemportauche» und immer höher und höher emporsteigen, bis derRumps selbst wieder sichtbar wurde und seine schöngeformtenBüge dem Winde darbot, bereit, wie es schien, aus dem umge-benden Schaum in ein anderes, luftigeres Element hinüberzufliegen.

Griffith verweilte eine kleine Weile bei dem schönen Anblick,den wir zu beschreiben versucht haben, schaute dann an den Mastenempor, um mit dem Scharfblick eines Seemanns den Stand desWetters oben zu prüfen, und wandte dann seine Aufmerksamkeitauf die Personen, die sich ans dem Verdeck der Fregatte befanden.

Kapitän Munson stand ruhig, wie gewöhnlich, und wartetegeduldig, bis der Ariel seine Befehle vollzogen haben würde;neben ihm befand sich jener Unbekannte, der noch kaum zuvor beider Leitung des Schiffes eine so bedeutende Rolle gespielt hatte.Griffith benützte das Tageslicht und seine Stellung, um die äußereErscheinung des Fremden etwas genauer zu prüfen, als die Fin-sterniß und Verwirrnng der vorangegangcnen Nacht ihm zu thun