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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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Der Kommandant befahl jetzt, die gewöhnlichen Wachen aus-znstellen; die übrige Mannschaft erhielt Erlanbniß, endlich dieso nöthige Rnhe zu fachen. Der Kapitän mit dem geheimniß-vollen Lootsen zog sich in seine eigene Kajüte zurück. Griffitherthcilte feine letzten Befehle, übergab dem dicnstthnendcn Offizierdas Kommando der Fregatte, wünschte ihm fröhliche Wache, undsuchte auch für seine Person Erholung auf seinem Lager. EineStunde wohl lag er da, im Nachsinne» über die Begebenheitendes Tags versunken. Barnstablcks Bemerkung, verbunden mit demsonderbaren Kommentar des Knaben, kam ihm immer wieder vordie Seele, und dann kehrten seine Gedanken zu dem Lootsen zu-rück, der, an den feindlichen Küsten Britanniens eingenommen,und an seinem Accent als Eingeborener kenntlich, den Feindenseines Vaterlands so treu und gnt gedient hatte. Er erinnertesich, wie ängstlich Kapitän Mnnson darum besorgt .gewesen, die-sen Unbekannten sich zu verschaffen, und wie er deßhalb selbst dieGefahr nicht gescheut, der sie kaum noch mit Mühe entronnenwaren; je länger er nachsann, desto mehr verwickelte er sich inVcrmnthungen darüber, warum man wohl mit solcher Gefahreinen Lootsen sich habe holen müssen. Endlich aber gewannendie Gefühle, die ihn selbst näher berührten, die Oberhand, unddie Erinnerung an Amerika, an seine Geliebte, seine Hcimath,mischte sich in die wirren Bilder des schlaftrunkenen Jünglings.Das Anschlägen der Wogen gegen die Seiten der Fregatte, dasKnarren der Kanonen und der Zwischenwände in dem Schiff, selbstdas Brausen des Sturms wurde für ihn allmählig immer un-deutlicher, bis die Natur endlich dem Bedürfnisse gehorchte, undder junge Mann selbst die romantischen Bilder seiner Liebe indem tiefen Schlafe eines Seemannes vergaß.