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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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ungeheuren Falten des Hauptsegels flatterten frei in den Strö-mungen des Windes. Einen Augenblick lang blieb der Ausgangzweifelhaft: das furchtbare Schlagen des schweren Segels schienjeden Widerstand unmöglich zu machen, und das Schiff erbebtevor seiner Wuth bis auf den Grund; aber Kunst und Geschickjge-wannen die Oberhand nach und nach entfaltete sich die Lein-wand und schwoll unter dem Blasen des Sturmwinds, währenddie gemeinsame Kraft von hundert Männern es an die gewöhn-liche Stelle hcrabzog. Das Schiff wich nun vor der jetzt unge-heuer gesteigerten Kraft und beugte sich vor ihr wie ein Rohr,das im Sturme umherweht. Dieser glückliche Ausgang wurdevon dem Unbekannten mit einem Frendenrufe begrüßt, der ausdem Innersten seiner Seele hervorzubrechen schien.

Sie fühlt's! die Fregatte, sie gewinnt die Luv! Seht, dort!"rief er,das Licht scheint schon vom Hügel her: wenn nur dieSegel aushalten, so kann's gelingen."

Ein Knall, gleich dem einer Kanone, unterbrach seinen Aus-ruf, und man sah etwas wie eine weiße Wolke vom Obertheil desSchiffs in dem Winde treiben, bis es weit leewärts in derDunkelheit verschwand.

Es ist der Klüver, der von den Licken abgerissen ist," sagteder Kommandant der Fregatte.Jetzt hilft kein leichtes Segeldoch das große kann es noch aushalten "

O, das Hauptsegel, das kann selbst einem Wirbelwinde Trotzbieten," crwiedcrte der Lieutenant;doch der Mast springt wieein Stück Stahl."

Still! Alles still!" rief nun der Lootsc.Jetzt, ihr Herren,werden wir bald unser Schicksal erfahren.Haltet luv beimWind, wenn ihr könnt!"

Dieser Warnungsruf machte alsbald jeder Unterhaltung einEnde; die muthigen Seeleute, in dem Bewußtsein, Alles gethanzu haben, was in der Macht des Menschen liegt, um ihre StellungOer Lootse.

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