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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
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Seht ihr das Licht dort auf der südöstlichen Landspitze?"fragte der Lootse:Ihr könnt es von dem Sterne neben ihmdaran unterscheiden, daß ihr es zuweilen in den Ocean versinkenseht. Nun bemerkt jenen einzelnen Berg etwas nördlich über ihm,der wie ein Schatten am Horizont emporsteigt das ist einHügel weit landeinwärts. Können wir »ns das Licht vor ihmfrei erhalten, dann steht es gut mit uns gelingt dieß nicht,so ist Alles verloren."

Laßt uns abermals wenden!" rief der Lieutenant.

Der Lootse schüttelte den Kopf, während er antwortete:

Für heute Nacht ist an kein Wenden noch Umdrehen mehrzu denken. Wir haben kaum noch Raum genug in unserem Kurs,um den Klippen ansznweichen, und können wir lnfwärts den,Tensclskanal' passircn, so umsegeln wir ihre äußerste Spitzekönnen wir das nicht, dann ist, wie schon gesagt, nur eine einzigeMöglichkeit noch übrig."

Hätten wir den Weg, den wir betreten, vermieden," riefGrisfith ans,wir hätten wohl besser daran gethan."

Sagt lieber, hätte die Flut uns dieses erlaubt," antwortetegelassen der Lootse.Jetzt, ihr Herren, gilt es rasche That; wirhaben nur noch eine Meile vor uns, und die Fregatte scheint wahr-lich zu fliegen. Dieses Topsegcl ist nicht hinreichend, sie im Windezu erhalten, wir brauchen noch den Klüver und das große Segel."

Es ist eine gefährliche Sache, in solchem Sturme Segel zuentfalten!" bemerkte zweifelhaft der Kapitän.

Und dennoch muß es geschehen," antwortete gefaßt derFremde;sonst sind wir verloren. Seht! schon berührt dasLicht den Rand des Hügels; die See wirft uns noch leewärts!"

Bald soll es geschehen sein!" ries Grisfith und nahm dasSprachrohr wieder ans der Hand des Lootsen.

Der Lieutenant hatte kaum seine Befehle gegeben, so warensie auch schon vollzogen; Alles war znm Voraus bereit; und die